Gastbeitrag – BERN. ZÜRICH. LUZERN. 7 Tage in den teuersten Städten der Welt

Bern – Platz 5 der teuersten Städte der Welt

ein kleines Städtchen im Schweizer Mittelland gelegen. Mit 142.000 Einwohnern gehört die Hauptstadt zu den größten Gemeinden der Schweiz und gilt aktuell als 5. teuerste Stadt der Welt. Das Landschaftsbild wird von der Altstadt geprägt, die von der Aare umflossen wird.

Am besten startet man in den ersten Tag mit einem Erkundungsspaziergang durch die Berner Altstadt. Sie ist seit 1983 UNESCO Kulturerbe, mit ursprünglich erhaltenen Lauben und die beeindruckenden Brunnen, die man überall findet. Einer der bekanntesten befindet sich am Kornhausplatz, der Kindlifresserbrunnen. Bern hat unzählige kleine Shops und Läden, wo es sich nach Lust und Laune entlang schlendern lässt. Lässt man die Altstadt hinter sich, gelangt man über kurz oder lang zur Nydegg-Brücke und man befindet sich direkt über der Aare Schlaufe. Überquert man die Brücke, gelangt man zum Bärengehege, wo man in den Sommermonaten Bären beobachten kann – die Verbindung zwischen Bern und dem Bären lässt sich übrigens bis in das Jahr 1224 zurückverfolgen.
Angrenzend am Bärengehege kann man sich im alten Tramdepot bei einem hausgebrauten Bier eine Pause gönnen. Weiter geht es zum Rosengarten, nur einige Stufen trennen einen von der herrlichen Aussicht über Bern. Geht man wieder Richtung Altstadt und hält sich links, gelangt man zum Berner Münster. Die Kirche prägt das Stadtbild Berns. Die €4,20 Eintritt sind es Wert die Stufen des Turms hinaufzusteigen, auch hier hat man einen beeindruckenden Ausblick auf die Dächer der Altstadt. Das Bundeshaus, der Zeitglockenturm und weitere kleine nette angelegte Grünflächen und Aussichtsplattformen, wie „die Kleine Schanze“, sind nur wenige Minuten vom Münster entfernt. Am Abend bietet sich das Lötschberg in der Zeughausgasse an, um bei einem guten Glas Wein, ein typisches Schweizer Käsefondue (ab ca. € 21,-) zu genießen. Hat man länger als einen Tag Zeit, lohnt es sich einen Ausflug auf den Hausberg von Bern zu machen, den Gurten. Man kann den Berg zu Fuß meistern oder sich bequem von der Gurtenbahn in nur wenigen Minuten hinauffahren lassen. Oben erwartet einen, wie kann es anders sein, ein traumhafter Panoramablick. Es gibt Wanderwege, einen kleinen Aussichtsturm, einen großen Kinderspielplatz, eine Rodelbahn, ein Hotel und ein Gasthaus mit durchaus leistbaren Schweizer Rösti. Für Kulturbegeisterte hat Bern so einiges zu bieten, einige Museen oder die Wohnung von Albert Einstein stehen zur Besichtigung bereit. Wenn man Glück hat findet das Museumsbier statt. Einige Museen schließen sich zusammen und öffnen für einen Abend in der Woche eine Ausstellung und man kann bei einem Bier und Clubbeats die Ausstellung genießen.

Zürich – Platz 3 der teuersten Städte der Welt

Die Stadt mit über 400.00 Einwohnern ist die größte der Schweiz und liegt direkt an der Limmat am Ausfluss des Züricher Sees. Trotz der vergleichsweise geringen Einwohnerzahl wird Zürich zu den Weltstädten gezählt. Mit seiner Lage am Zürichsee, seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt und einem vielseitigen Kulturangebot und Nachtleben ist es zudem ein Touristenzentrum. Seit Jahren wird Zürich als eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität und Lebenshaltungskosten weltweit gelistet.

Um sich von Zürich einen Überblick zu verschaffen lohnt es sich, zu Fuß auf Entdeckungstour zu gehen. Als guter Ausgangspunkt eignet sich die Oper von Zürich am Sechseläutenplatz direkt am See. Lediglich die Quaibrücke trennt einen von der Altstadt – auch Niederdörfli genannt, der Fraumünster Kirche mit den bekannten Chagall-Fenstern, der Doppelmünster Kirche oder vom Lindenhof – ein toller Aussichtspunkt. Speziell in der Altstadt findet man nette Shops, gemütliche und individuelle Lokale, Konditoreien und kleine verwinkelte Gässchen, die einen einladen, einfach mal abzubiegen. Die Doppelmünster bietet sich ideal an, um sich Zürich von oben anzusehen, für ca. €3,50 kann man den Turm besteigen und eine traumhafte Aussicht über Zürich genießen.

Will man die volle Ladung an Luxus und das Gefühl erleben, warum Zürich die 3. teuerste Stadt ist, schlendert man einfach die Bahnhofsstraße entlang. Diese führt von der Quaibrücke rechts, geradeaus Richtung Bahnhof. Ein Luxuslabel nach dem anderen reiht sich in dieser Straße ein. Ein Spaziergang durch diese Straße lohnt sich schon alleine deswegen, um einfach die Schaufenster zu bestaunen. Selbstverständlich bietet Zürich auch jede Menge an Shops und Geschäften für den Low-Budget Reisenden.

Ein Must-See sind auf jeden Fall die Viadukt-Hallen mit zahlreichen hippen Shops und der Markthalle. In der Markthalle gibt es alles, was das kulinarische Herz begehrt. Craft-Beere, Käse & Wurst, Weine und Vodka, internationale Speisen und Getränke, Mitbringsel, Snacks und ganz viel anderes zu entdecken.

Bei Schönwetter lohnt sich der Aufstieg auf den Hausberg, den Uetliberg. Ebenfalls mit der Bahn oder zu Fuß hinauf genießt man einen tollen Ausblick über Zürich, den Zürichsee und das Schweizer Gebirge. Ein Ausflug zum Chinagarten oder zu den Botanischen Gärten ist bei Schönwetter ideal. Auf dieser Seeseite findet man auch immer wieder Grünflächen, die zum Verweilen und zu einem Sprung ins kühle Nass, einladen.

Wie in Bern, kommen auch die Kulturbegeisterten in Zürich auf ihre Kosten. Zahlreiche Museen laden ein, sich die Stadt von der künstlerischen Seite anzusehen. Es gibt auch immer wieder Ausstellungen mit kostenlosem Eintritt. So fand während unseres Aufenthalt zum Beispiel im LUMA Westbau eine Ausstellung von Zanele Muholi zum Thema LGBTI statt, die absolut sehenswert war.

Luzern – das „Hallstatt“ der Schweiz

Da wir einen Tag eingeplant hatten, um uns noch eine dritte Stadt anzusehen, haben wir uns für Luzern entschieden. Unsere Entscheidung fiel auf Luzern, weil wir mehrmals gehört hatten, dass die Stadt am Vierwaldstättersee eine der schönsten Städte der Schweiz sein soll – gleichzeitig aber machten uns Aussagen wie „Luzern ist das Hallstatt der Schweiz“ etwas stutzig. Wir waren also gespannt. Von Bern bzw. Zürich aus fährt man mit dem Zug etwa 1 Stunde. Wir hatten am Vortag online Spartickets um €20,- hin/retour gebucht. Der Bahnhof befindet sich mitten im Zentrum und in Sichtweite der Kapellbrücke mit dem Wasserturm und der Spreuerbrücke – die meistfotografierten Wahrzeichen der Schweiz. Bei unserer Ankunft war jede Menge los, wir waren umgeben von Scharen an Touristen aller Nationen, obwohl gerade Nebensaison war. Das Hallstatt-Gefühl verspürten wir, als wir anfänglich die Menge an asiatischen Touri-Gruppen wahrnahmen. Doch das machte uns nichts aus, wir besorgten uns aus dem Tourismusbüro einen Stadtplan und entschieden uns aus Zeitgründen dafür, die übliche „Sightseeing-Touri-Runde“ zu gehen, man sieht alles wichtige und bekommt einen guten Einblick in die Stadt und das Leben. Anfänglich geht es der Reuss entlang, der Fluss, der Alt- und Neustadt trennt. Man findet zig‘ Lokale, Restaurants und Shops. Der Stadtführer führte uns vorbei an verschiedensten Gebäuden, Kirchen, Hotels und an der alten Stadtmauer, die man besteigen kann. Man erhält einen tollen Blick über die Stadt den Vierwaldstättersee und das Schweizer Bergpanorama. Man könnte vermutlich viel mehr Zeit in Luzern verbringen und würde immer wieder etwas Neues entdecken. Luzern ist tatsächlich ein Touristenmagnet, jedoch würde mich dies nicht davon abhalten, der Stadt noch einmal einen Besuch abzustatten.

Die Anreise in die Schweiz ist auf vielerlei Arten möglich. Wir überlegten, ob wir mit dem Auto oder dem Zug fahren sollten. Entschieden uns dann für den Zug, man bekommt Frühbuchertickets um ca. €60,-. Mit dem Auto ist man unterwegs flexibeler, man sollte sich jedoch bei der Planung schlau machen bzgl. Mautkosten, Benzinkosten, Vignette etc. – so wird es nämlich schnell eine teure Anreise und womöglich wäre sogar ein Flugticket günstiger.

Die Schweizer sind ein nettes und freundliches Volk und wir wurden herzlich in Empfang genommen. Die Esskultur lädt zum Bleiben ein, es gibt viel Kulinarisches zu entdecken und auch für Bier- und Weinbegeisterte hat die Schweiz einiges zu bieten. Was wir in allen drei Städten toll fanden, war, dass man in kürzester Zeit von der Stadt ins Grüne entfliehen kann. Wird einem das Stadtleben zu stressig, ist man mit dem Auto schnell in der Natur, an ruhigen Badeplätzen oder kann auf einen Berg gehen. Im Allgemeinen sind die Städte überschaubar und facettenreich, man hat einen guten Mix aus Großstadtfeeling, aber auch immer wieder die Natur vor Augen. Die Schweiz ist also derartig vielfältig, dass sie mit Sicherheit für jeden Besucher etwas zu bieten hat.

Aufgepasst: es gibt so einiges, was in den teuersten Städten der Welt kostenlos ist, einfach im Internet schlau machen.

Unser Resümee: Die Schweiz ist definitiv einen Besuch wert!
Stefan Birnbaumer

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