Meine Top 10 – Road Trip Highlights in Schottland

Schottland bietet in seiner Vielfältigkeit eine ganze Menge an sehenswerten Plätzen. Landschaften, Städte, spannende Drehorte oder Buchten. Wir fuhren den ganzen Tag von einem Ziel zum nächsten, weil wir für ein Foto oder ein paar Genussminuten stehen blieben.

Trotzdem hat jeder seine Lieblingserinnerungen. Mittlerweile dürfte klar sein, dass ich das Meer liebe und am Liebsten immer am Wasser bin. Das war in Schottland mit all den Seen und Stränden nicht schwer, ich war im Paradies.

Begleitet von meinem Lieblingselement starteten wir von Edinburgh und umfuhren den schottischen Norden bis zur Isle of Skye fast immer der Küstenstraßen entlang. Ab der Isle of Skye lenkten wir Richtung Landesinnere und besuchten Glasgow und schlussendlich Edinburgh, bevor unser Road Trip nach 10 Tagen und 2.050 Kilometern endete und wir uns von Elvis, unserem Adoptivauto trennten.

Übrig bleiben nun hunderte Bilder und unvergessliche Eindrücke. Unsere Top 10 der (für uns) besuchenswertesten Plätze in Schottland habe ich hier für dich gelistet:

Schloss Dunnottar – Die Magie eines uralten Schlosses

 

Fahre an der Ostküste Richtung Norden, stets entlang der Küste, bis du zu einem der beeindruckendsten Bauten Schottlands kommst. Das Dunnottar Castle liegt königlich auf einer steilabfallenden Klippe. Begehbar ist es durch hunderte Stufen. Lass dich ein in den alten Zauber des Mittelalters, als Ritter und Könige das Land regierten. Mir schaudert es, wenn ich mich frage, was die Menschen wohl vor hunderten Jahren an solchen Plätzen erlebten.

Loch Ness – nur Verrückte gehen da hinein

 

Etwa 3 Stunden Autofahrt von Dunnottar liegt das nächste Highlight. Jeder kennt die Sage des Loch Ness Monsters. Nessie ist jedoch viel harmloser, als in all den gruseligen Geschichten. Du kannst durchaus ein Bad im Loch nehmen, aber hüte dich, das Wasser ist eisig kalt und dunkel. In einem Artikel hieß es „nur Verrückte gehen da hinein.“

John O´Groats – Ein Spaziergang im trostlosesten Ort Schottlands

 

John O´Groats gilt als der trostloseste Ort des Jahres 2010. Die Schotten beschreiben ihn als hässlich. Davon wollten wir uns selbst überzeugen und waren so positiv überrascht, dass es das scheinbar trostlose Örtchen sogar in unsere Top 10 schaffte. Es gibt nicht viel mehr als einen Campingplatz, einen kleinen Hafen, welcher auch Whale-Watching anbietet und ein paar gemütliche Cafés. Das Highlight hier war für uns jedoch ein Spaziergang zum 1 Kilometer entfernten Duncansby Head. Spaziere entlang am Strand, wandere über Schafweiden und genieße die wohltuende Brise. Es kommt darauf an, aus welchem Blickwinkel man Dinge betrachtet, für uns war die Abgeschiedenheit und das Minimale definitiv ein Highlight.

Smoo Cave- wahre Geheimtipps bekommt man von Insidern

 

Entlang der North Coast 500 liegen etliche Sehenswürdigkeiten. An der Smoo Cave in Durness wären wir jedoch vorbeigefahren, hätte uns nicht der nette Kellner einer urigen Hotelbar den Tipp gegeben, dort zu halten. Die Höhle befindet sich direkt unter dem Parkplatz, erreichbar über eine lange Treppe. Ein kleines Schild weist darauf hin, dass es hier was zu sehen gibt und was da geboten wird ist unglaublich. Der Eingang ist meterhoch, im Inneren der Höhle befindet sich ein Wasserfall, der schlussendlich ins Meer verläuft. Halte stets Augen und Ohren auf, die besten Plätze kennt immer ein Einheimischer.

Shegra Bay – abseits vom Touristenpfad

 

Eigentlich wollten wir in die bekannte Sandwoods Bay im Norden der Westküste. Da es aber schon dunkel wurde und die Bucht ein 6 Kilometer Fußmarsch gewesen wäre, entschlossen wir kurzerhand, einen Platz in der Nähe zu suchen. Ein paar Kurven weiter fanden wir dann dieses Meisterwerk von Bucht. Keine Touristen. Türkises Wasser. Million dollar view. Die richtigen Überraschungen warten wohl meist abseits des Touristenpfades. Die Shegra Bay war einer der schönsten Orte, an denen wir jemals waren.

Isle of Skye – Campsite Stories

 

Wasserfälle, ewige Weiten, urige Campingplätze, eine Insel, auf der man sich irgendwie zu Hause fühlt. Wenn es nicht gerade regnet. Rüste dich für jedes Wetter aus, dann kannst du die Isle of Skye so richtig auskosten. Wir umfuhren die Insel und übernachteten auf einem Campingplatz, wo noch Kuhglocken als Klingel und Schubkarren als Gepäckträger verwendet werden. Den Platz findest du in Ashaig. Wenn du nicht gerade wandern bist, kannst du auch in einem urigen Tearoom Tee und Kuchen verkosten oder eine Whiskey Destillerie besuchen.

Glenfinnan- auf den Spuren Harry Potter´s

 

Ein Muss für alle Harry Potter Fans und die, die es noch werden wollen. Die originale Dampflock aus dem Film fährt 2-mal täglich um 11:00 und um 15:00 Uhr. Du kannst mitfahren oder, wie wir, die Eisenbahnbrücke beobachten. Der Hogwartsexpress nimmt dich mit auf eine Reise in die fantastische Welt der Zauberer und selbst die Umgebung ist schon einen Besuch wert.

Oban- Whiskey. And Seafood. What else.

 

Nach dem Schottenrock kommt ganz klar der Whiskey als zweites Markenzeichen des Landes. Und wo kann man sich besser informieren oder ein edles Tröpfchen verkosten, als in einer Destillerie? Genau, in der Oban Destillerie. Diese liegt im Herzen der Stadt Oban, bietet kompetente Führungen und Whiskeys der Extraklasse an. Nach einem guten Drink ist es Zeit für eine Mahlzeit. Auf unserem Spaziergang durch den Hafen, fanden wir eine der besten Outdoor Küchen. Der Fang geht sozusagen vom Netz in die Küche und auf den Teller. Frische Muscheln in Weißwein, geräucherter Lachs und vieles mehr gibt es hier. Mit höchster Qualität und humanen Preisen. Hier haben wir wohl einen Geheimtipp entdeckt.

Glasgow – eine künstlerische Pause

 

Ich würde die Stadt als modernes Gegenstück zu Edinburgh beschreiben. Glasgow bietet Kunstgalerien, Kreativität an allen Ecken und westlichen Alltag. Als Zwischenstopp für ein paar Stunden schlenderten wir durch die Straßen, ließen das Flair auf uns wirken. Die Stadt wirkt auf uns jung, motiviert und mit dem Motto People make Glasgow wird wohl klar, was die Stadt ausmacht. Die Menschen.

Edinburgh – Zauber und Vergangenheit

 

Edinburgh beeindruckt bereits, wenn du mit dem Auto die Stadt erreichst. Häuser und Gebäude sind fast gänzlich aus altem Stein erbaut, dies alleine macht Edinburgh schon einzigartig. Ich fühlte mich zurück versetzt ins Mittelalter. Auf verschiedensten Touren kannst du dir die blutige Geschichte der Stadt näherbringen lassen, oder auf eigene Faust die Gassen erkunden. Auch hier kommen Harry Potter Fans auf ihre Kosten. Unter anderem kannst du die Winkelgasse besuchen, oder das Café The Elephant House, in dem J.K. Rowling ihr erstes Buch schrieb. Das National Museum bietet auf 7 Etagen einen gewaltigen Einblick in die Geschichte der ganzen Welt und um die Stadt gibt es ein paar wunderbare Aussichtspunkte. Wir waren 2 Tage in Edinburgh, empfehlen würde ich jedoch ein paar Tage mehr, da die Stadt noch so einiges zu bieten hat.

 

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