Warum Touristen nicht Englisch sprechen & Backpacker sowieso nur schnorren

ACHTUNG!!! Der folgende Inhalt basiert auf 100 prozentigem Sarkasmus, ein bisschen schwarzem Humor und meiner heutigen albernen Laune. Sämtliche Situationen und Namen wurden erfunden, keiner sollte diesen Artikel ernst nehmen. Oder doch? Nö. Der Text dient alleine der Unterhaltung und der Lachmuskeln (oder einem Shitstorm, je nachdem, wer den Artikel richtig lest und wer nicht). Es wird empfohlen, sich ein lustiges Bild über die Figuren zu machen, einige Situationen sollte man nicht nachmachen. Keiner haftet für irgendetwas…

Ich hatte heute mal Lust auf etwas Neues. Ich bin so sarkastisch, dass ich manchmal selbst nicht sicher bin, ob ich es ernst meine oder nicht. Darum serviere ich heute Sarkasmus vom Feinsten. Übertriebene Ehrlichkeit und die nackte Wahrheit über Reisende. Und wenn wir mal ehrlich sind, ein bisschen steckt doch vermutlich von jedem Reisetypen in uns, nicht wahr…?!

Da wären nun Karl Heinz und Nils. Karl Heinz der luxusliebende Pauschaltourist, der jedes Jahr ins gleiche Resort reist und es am liebsten genauso ordentlich und schön hat wie zu Hause. Schon ein einziges Sandkorn auf der Sonnenliege treibt ihn zur Weißglut. Und dann gibt es noch Nils. Er ist das totale Gegenstück zu Karl Heinz. Chaotisch, verträumt und ganz und gar kein Fan von irgendwelchen Systemen, an die man sich nur irgendwie anpassen muss.

Wie die beiden ihren Reisealltag meistern, lest du in den folgenden 5 Vergleichen…

Das Budget

Der Pauschaltourist
Karl Heinz gibt gerne mal etwas mehr dafür aus, auch wirklich einwandfreie Qualität und einen sicheren Urlaub genießen zu können. Schließlich will er sich in seinem wohlverdienten Urlaub erholen und nicht mit nervigen Flugbuchungen oder Hotelbewertungen herumschlagen, wie diese unzivilisierten Rucksackreisenden. Karl Heinz will sich fühlen, wie zu Hause, und einen perfekten Auslandsaufenthalt. Alles muss stimmen. Seine Suite ist am besten unter 10 Schritte vom Meer entfernt, mit Wiener Schitzel und heimischen Bier.
Der Backpacker
Will schon mal gar nichts davon wissen, dass reisen überhaupt etwas kostet. Nils hat so gut wie nie Geld am Konto, will aber immer nur reisen. Flugsuchmaschinen werden akribisch durchforstet, Hostels verglichen. Je mehr Betten im Schlafsaal desto günstiger. Ein 1000 Euro Urlaub von Karl Heinz bedeutet für Nils eine mehrmonatige Reise durch 3 Länder. Auf Nahrung und Dusche wird in dem Fall einfach verzichtet.

Zwei ganz (un)gewöhnliche Reisetage

Der Pauschaltourist
Karl Heinz malt sich schon zu Hause den perfekten Urlaubstag aus. Er wacht auf bei offener Terrassentür, eine Meeresbrise weht durch die 1000 Euro Vorhänge, Raffaelo stehen auf dem Marmortisch und die Masseurin ist bereit für die erste Stress-less-Behandlung. Schade nur, dass es diesmal keinen eigenen Buttler gibt. Seinen Wohlstandsbauch sonnt Karl Heinz 3 Stunden vormittags und 3 Stunden nachmittags. Gebadet wird natürlich im Pool, Karl Heinz hat keine Tollwut Impfung. Mittags gönnt er sich 2 Stunden am Buffet und verkostet die verschiedenen Pommes-Variationen und Frankfurter Würstel, alles andere rührt er lieber nicht an, Karl Heinz hat viel zu viel Angst vor Auslands-Bakterien.
Der Backpacker
Nils chillt nach seiner Ankunft erst einmal ein bisschen. 4 Tage lang. Immerhin kann man reisemüde werden, das ist eine ernsthafte Krankheit. Nils frühstückt normalerweise morgens um 12 Uhr im erstbesten Café, dass er findet, bevor er seinen Plan für den Tag macht. Die Kellnerin dort hat bestimmt eine gute Idee dafür. Als Nils merkt, dass es bereits 4 Uhr nachmittags ist, entscheidet er sich für seinen ersten Drink in einer gemütlichen Bar. Dort kann man am besten Pläne schmieden. Nach der ersten Woche am ersten Reiseziel hat Nils 3 neue Freunde, mit denen er nun weiterreist. Es ist einfach so geil, neue Freunde zu finden… wie hieß der mit den roten Haaren nochmal?

Sozialer Kontakt zu anderen Reisenden

Der Pauschaltourist
Karl Heinz liebt es, Menschen am Strand zu beobachten. Er hat an jedem etwas auszusetzen und findet sich und seine karierte Badehose, die seinen Po besonders betont, sowieso am schönsten. So gerne er auch Leute beobachtet, direkter Kontakt bitte nur mit Gleichsprachigen. Wenn er nun auch noch englisch sprechen müsste, das wäre ja die Höhe, er ist schließlich zum Urlauben hier und nicht für einen Sprachkurs. Außerdem sind in Karl Heinz´ Resort ohnehin hauptsächlich Deutschsprachige, für was also anstrengen…
Der Backpacker
Nils ist da schon offener. 500 von seinen 3400 Facebookfreunden hat er alleine auf Reisen kennengelernt. Auf den zahlreichen Fahrten mit dem authentischen Viehtransporter oder in den 15-Bett Schlafsälen seiner besuchten Hostels. Er kann Hallo in 20 Sprachen und erinnert sich mindestens an 10 der 500 Travelbro´s. Mit den anderen ist er wohl in der Hostelbar zu heftig abgestürzt. Er liebt eben den Kontakt zu Gleichgesinnten.

Ich packe meinen Koffer, äääh Rucksack….

Der Pauschaltourist
Hartschale. 4 Räder. 3 Schlösser. Ein „Fass mich nicht an!“ Patch oben drauf. Gepäck unter diesem Standard kommt für Karl Heinz gar nicht erst in Frage. Wer weiß, was auf so einem Flug alles passiert. Zur Sicherheit befindet sich in jedem Koffer ein Urlaubs-Not-Paket. Badehose, Taschentücher und Desinfektionsmittel. Wenn alles sicher im Hotel angekommen ist, breitet Karl Heinz sein Hab und Gut im 2 Personen Schrank aus. Er hängt seine Abendkrawatte auf den Kleiderbügel und rollt seine Tennissocken auseinander. Für den Abendspaziergang ist der Sandalen-Tennis-Look geplant.
Der Backpacker
Nils stopft alles noch halbfeucht von der Waschmaschine in seinen 30 Jahre alten Rucksack, den er während der Reise sogar mal FAST auspackt. Warum eigentlich? Ein T-Shirt kann man inklusive Umdrehen gut 2 Wochen tragen, 3-4 in kalten Ländern. Alles andere (Smartphone und Selfiestick) hat in der bis zu den Knien hängenden Bob Marley Hose Platz. Der Rucksack stinkt so erbärmlich, dass ihn sowieso niemand klauen will, also erübrigt sich auch das Thema „Absperren“.

Eine Reise will gut organisiert sein! Oder?!

Der Pauschaltourist
Die Fahrt von zu Hause bis zum Flughafen und retour wird bereits ein Jahr im Voraus geplant. Karl Heinz weiß genau, wo seine Parklücke am Flughafen ist und lässt sich nicht lumpen. Die Reise plant zwar lückenlos das Reisebüro, aber er selbst weiß über alles Bescheid. Karl Heinz hat nämlich eine Liste im Handgepäck. Alle Adressen, Nummern, Abläufe und vor allem inkludierte Leistungen des Resorts stehen da drauf. Und wehe er bekommt nicht seinen Aperol Spritz von 00-24 Uhr. Aber auch hier hat sich Karl Heinz vorbereitet. Was für ein Fuchs! Er ist für jeden nur irgendwie möglichen Fall abgesichert. Egal, ob ihn eine Mücke sticht, oder ein Sandkorn in seiner Poritze hängen bleibt, Karl Heinz bekommt Schadenersatz. Und das für sagenhafte 4.000 Euro die Woche.
Der Backpacker
Nils. Ohne Geld keine Organisation. Tja wäre er mal lieber arbeiten gegangen, anstatt von einem fremden Land ins nächste zu schnorren. So muss er nun alles selbst in die Hand nehmen. Er muss selbst seinen Rucksack tragen, selbst entscheiden, wohin die Reise gehen soll, ja sogar aufs Klo muss er selbst gehen. Aber all der Aufwand ist okay für Nils. Immerhin ist er Backpacker. Backpacker brauchen keine Organisation. Sie hängen sich wagemutig ohne Vorbuchung an die Tragflächen des nächsten Fliegers und nisten sich nachts heimlich auf der Couch der Pauschaltouristen ein. Wer braucht schon Organisation.

Das waren nur Karl Heinz und Nils.
Na? Hast du dich in einem der beiden wieder gefunden?
Sarkasmus – Ende – Danke für Ihre Aufmerksamkeit

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