Kinder haften für ihre Eltern – ein Besuch in der Zotter Schokoladen Manufaktur

Ein vertrauter Duft. Ein Geschmack, den wir bereits aus unserer Kindheit kennen. Bei jedem Bissen spielen unsere Endorphine verrückt. Wir lieben Schokolade. Und das hat uns zu Zotter geführt. Die weltbekannte Schokoladenmanufaktur in der Steiermark und eine der nachhaltigsten Unternehmen Österreichs.

Aber wer ist dieser Zotter eigentlich? Schauen wir genauer hin…

Josef Zotter und seine Frau Ulrike eröffneten 1987 eine Konditorei in Graz, sie wussten noch nicht, welche Weltbekanntheit sie eines Tages erlangen würden. Der Erfolg der Konditorei hielt nicht lange an, und nach einigen Jahren und weiteren Eröffnungen von Filialen machte der Erfolg der Familie Zotter eine Kehrtwende. 1996 mussten 3 von 4 Filialen schließen. Zotter stand vor dem Aus und musste eine Entscheidung treffen. Schon immer hatte er im Hinterstübchen seiner Konditorei an neuartigen Schokoladevariationen gefeilt und immer neue Kreationen ausprobiert. Die Zotter´s entschieden sich für einen Neustart. Ausgefallene Schokolade-Kreationen sollten der Weg zum Erfolg sein. 1999 eröffneten Josef und Ulrike die Zotter Schokoladen Manufaktur im ehemaligen Kuhstall der Eltern und eine neue Ära begann.

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Faire Schokolade soll es sein…

Für Josef war und ist es Priorität, seine Schokolade fair und nachhaltig zu produzieren. Er reiste viele Male in verschiedene Anbauländer wie Peru, Bolivien oder Indien um direkten Kontakt zu den Bauern herzustellen. Er wollte so die Lebensqualität der Bauern wie auch die Rohstoffqualität verbessern. In den ersten Jahren wurde zuerst auf Fair Trade und kurz darauf auf Bio umgestellt. Hohe Qualität und eine partnerschaftliche Beziehung standen für ihn an erster Stelle. Es flossen 18.000.000 Euro in die Umstellung auf Bean-to-bar. Die Schokolade sollte gänzlich selbst verarbeitet werden. Vom Einkauf der Kakaobohnen bis zum Verkauf der fertigen Schokolade.
Mittlerweile produzieren, managen und verkaufen 150 Mitarbeiter in Österreich sowie 80 in Shanghai über 400 Schokoladenvariationen. Auch die Kinder der Familie Zotter sind fest in der Manufaktur involviert und es gibt sogar einen essbaren Tiergarten, dazu aber später mehr.

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Schokoladen Theater & das Gold der Maya

Als wir nach einer 3 stündigen Fahrt von Oberösterreich nach Riegersburg bei der Manufaktur ankamen, stieg uns schon vor dem Eingang ein nahezu penetranter Schokoladengeruch in die Nase. Oh, wie freute ich mich auf einen Tag voll Schokolade, ich muss gestehen, ich war wieder ein bisschen Kind. Zuerst meldeten Alex und ich uns an und konnten bereits in der Empfangshalle ein paar Blicke in die Produktion erhaschen. Bevor die Genusstour jedoch losging, durften wir noch ins Kino. Genauer gesagt ins Schokoladen Theater. Wir sahen einen Kurzfilm über die Unternehmensgeschichte und eine Vorstellung von Josef Zotter selbst. Der selbsternannte Andersmacher führt dich sympathisch durch den Film und bringt dich nach Belize. In Belize wird das Gold der Maya angebaut. Kakaobohnen. Früher galt die kleine Bohne als Speise der Götter, heute wird sie am offenen Feuer geröstet, zerstoßen und mit Wasser vermeng getrunken. Nach dem Schokoladen Theater freuten wir uns auf die Genuss Tour. Über 16 Stationen erwarteten uns. Anfangs sollte man jedoch den Löffel vorsichtig schwingen, denn die pure Bohne versetzt einen schon mal in Schockzustand. Wer Bitter mag, der kann zugreifen. Durch lange Gänge über und durch die Produktion kann man tausenden Schokoladeriegeln zusehen, wie sie produziert, geformt und verpackt werden. Mittlerweile sind es 50.000- 80.000 Tafeln täglich. Von der Kakao-Rösterei, über die Riecherei bis hin zu running chocolate ist für Jung und Alt allerhand dabei. Wir kosteten uns von Station zu Station, von Trinkschokolade zu Schokobrunnen durch und notierten in unserer Kostnotiz unsere Lieblingssorten für das große Shopping am Schluss. Heidelbeere und 45% Peru wurden meine Highlights. Lange überlebt haben die Schokos in meinem Kühlschrank zu Hause jedoch nicht.

Ein Highlight zum Schluss – der essbare Tiergarten

Nachhaltigkeit zieht sich durch das ganze Unternehmen, so soll auch die Verpflegung der Mitarbeiter Bio und Fair Trade sein. Rund um die Manufaktur liegen 72 Hektar biologisch bewirtschaftete Landwirtschaft. 27 Hektar sind für die Besucher als essbarer Tiergarten zugänglich. Es gibt Gemüsegärten, Obstbäume und verschiedenste Tiere. Im Restaurant im Garten werden Lebensmittel aus eigenem Anbau serviert. So bekommt der Besucher Qualität aus erster Hand. So lange man will kann man durch den großen Garten spazieren. Es gibt Spielestationen für Kinder, gemütliche Plätze zum Verweilen, einen Streichelzoo und den Ideenfriedhof. Hier finden sich Kreationen wie Kaffeepflaume mit Speck oder Grüner Veltliner mit Langpfeffer, die sich wohl einfach nicht durchsetzten.

Alles in Allem verbrachten wir etwa 4 Stunden im Schokoladen Paradies. Es wurde uns viel geboten und wir bekamen einen guten Einblick hinter die Kulissen der Produktion. Ich mag das Augenmerk auf Nachhaltigkeit des Unternehmens und die sympathische Art, das Produkt zu vermarkten. Diese Verkaufsstrategie ist meiner Meinung nach die Zukunft. Denn nur so kann man Authentizität gewährleisten und einzigartig bleiben.

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Mehr Bilder von unserem Besuch bei Zotter findest du hier…
Unser Album vom kulinarischen Wochenende in der Steiermark findest du hier…
Melde dich an für deine Genuss-Tour bei Zotter…

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