Wenn das Ende einer Weltreise naht – Von Gefühlschaos und wunderbaren Erinnerungen

So fühlt sich das Ende einer Langezeit Reise an
Die letzten Wochen unserer Reise verbrachten wir auf den südlichen Inseln Thailands. Auf Koh Tao wohnten wir abgeschottet vom Rest der Insel durch steile Hänge in einem idyllischen Baumhaus, mit Privatstrand und einem kleinen Restaurant. Auf Koh Samui tankten wir so viel Sonne, wie nur möglich und auf Phuket genossen wir die letzten Tage im Palmenparadies. Wir verbrachten die Zeit auf unserer Veranda, am Strand und ließen glücklich und zufrieden die beste Zeit unseres Lebens (bis jetzt) Revue passieren. Wir erinnerten uns mit einem Lächeln an den Campingausflug mit unserer Gastfamilie in Neuseeland. Lachten über unsere kläglichen Versuche, eine Welle mit dem Surfboard zu reiten. Fühlten uns noch einmal hinein in das überwältigende Gefühl, als wir den Salkantay Pass erreichten.
Dachten zurück an unsere Verzweiflung, als Alex mit Höhenkrankheit und hohem Fieber im Bett lag und uns dies noch mehr zusammenschweißte. Wir schmunzelten über viele Busfahrten, die endlos erschienen. Wir dachten dankbar zurück an liebevolle Menschen, die uns den richtigen Weg wiesen, uns herzlich empfingen oder einfach mit uns plauderten. An all die Landschaften, die Muttererde uns bot. Den Fallschirmsprung, den wir zu Hause vermutlich nie gemacht hätten und den Moment, als die Sonne hinter dem Grand Canyon aufging. Stolz erinnerten wir uns an all die mühsame Planung, die unzähligen Listen, Recherchen und Entscheidungen, die die Reise möglich machten. Jeder Tag war voller Gespräche über unser erlebtes Jahr. So realisierten wir Tag für Tag ein wenig mehr, dass unsere Reise bald ein Ende haben würde. Dankbar und auch wehmütig blickten wir auf die letzten Sonnenuntergänge am Horizont und wünschten uns doch, dass die Reise noch ein wenig weitergehen würde. Ein Jahr fühlte sich nicht an wie ein Jahr. Es fühlte sich an, als würde die Zeit schneller und schneller verfliegen.

Bald fliegen wir nach Hause…
Die Gedanken waren jedoch auch schon seit einiger Zeit sehr mit zu Hause verbunden. Unsere Ankunft sollte eine Überraschung werden. Wir waren unglaublich aufgeregt und neugierig auf die Reaktionen unserer Familien und Freunde. Wie werden sie reagieren? Haben sie sich verändert? Wie wird das Wiedersehen mit unseren Nichten und Neffen sein? Werden wir uns wohl fühlen? Wir malten uns das Wiedersehen wieder und wieder aus. 

Natürlich wussten wir, zurück in der Heimat gibt es genug zu tun, wie stellen wir das an ohne uns zu sehr unter Druck zu setzen? Wir machten uns Listen. Listen auf denen stand, was alles zu tun ist. Es fiel uns leichter, alles auf Papier zu sehen und somit einen Überblick zu haben. Auch schrieben wir auf, was wir gerne zu Hause verändern möchten. Wir schrieben unsere Gedanken nieder. Jeder für sich oder gemeinsam. Einige Projekte waren in Planung, so wie dieses Buch und auch über diese machten wir uns Gedanken. Wir hatten genug Zeit, darüber nachzudenken, wie wir uns verändert haben. Was wurde positiv verstärkt? Welche Ansichten haben sich verändert? Manchmal war es etwas schwierig den Moment zu leben, da das Thema Rückkehr immer näherkam. Die letzten Tage waren voll Vorfreude. Ein ganzes Jahr lang haben wir den Großteil unserer Liebsten nicht gesehen, nicht gedrückt, sind nicht an einem gemütlichen Abend zusammen gewesen. Zu Hause ging alles seinen gewohnten Weg, der Alltag blieb und wir wussten, WIR sind diejenigen, die sich wieder in den Alltag einfinden müssen.

Die große Überraschung
Uns war klar, wir wollten schön langsam und entspannt zu Hause ankommen. Zeit haben für jeden Einzelnen und jeden Moment voll auskosten. Somit waren wir uns einig, eine Überraschung muss sein. Wir buchten unseren Heimflug Phuket – Köln – Wien. Nur das alle glaubten, wir kommen erst eine Woche später an. Meine beste Freundin war unsere einzige Verbündete und holte uns vom Flughafen ab. Die Wiedersehensfreude war groß und die reine Luft, als wir aus dem Flieger stiegen, Balsam für die Seele. Die ersten Tage zu Hause waren voll mit freudigen Gesichtern, langen Besuchen und großer Neugier auf beiden Seiten. Unsere Freude war riesig, als wir in die glücklichen Gesichter unserer Liebsten blickten und sie endlich wieder umarmen konnten. Wir erzählten von unserem letzten langen Weg von Thailand nach Hause. Der letzten schlaflosen Nacht am Flughafen in Phuket und wie wir es schafften, alle zu überraschen. Wir lachten viel und genossen das Zusammensein. Die Heimkehr war wunderbar und wir waren über glücklich, dass sich alle so sehr freuten, uns zu sehen. Auch wir freuten uns unendlich und waren gespannt, was die nächsten Wochen bringen würden.

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