Unsere Reiseapotheke – Was, Wie & Wofür?

Der Körper ist auf einer Langzeitreise vielen Belastungen ausgesetzt. Sei es das schwankende Klima in den Tropen, die Höhenunterschiede in Südamerika oder der eisige Wind in Neuseeland. Jedes Land ist, was das Klima betrifft, anders und oft hatte unser Körper nicht genug Zeit sich anzupassen. In tropischen Ländern gibt es immer und überall frische Frucht- oder Gemüseshakes. So eine Vitaminbombe gab uns nicht nur Energie, sondern unterstützte auch unser Immunsystem.

Viruserkrankung, Angina, Höhenkrankheit und eine Lebensmittelvergiftung hatten wir auf unserer Weltreise hinter uns gebracht. Die folgende Auflistung zeigt die, für uns, optimale Reiseapotheke mit der wir nach wie vor gut reisen, ohne zu viel Überflüssiges dabeizuhaben. Dieses Kapitel zeigt, wie eine Reiseapotheke aussehen kann, aber natürlich trägt jeder selbst die Verantwortung für das, was er nimmt oder nicht.

Unsere konventionelle Medizin

Elektrolyte
Sind bei Flüssigkeitsverlust durch Darmprobleme ein guter Zusatz

Immodium
Gibt´s nur im Notfall, wenn man unterwegs sein muss und Darmprobleme hat, wirken sofort für einige Stunden.

Kohletabletten
Das ist unsere natürliche Variante zu Immodium, binden Gifte im Darm.

Magenbitter
Wenn man etwas Verdorbenes gegessen hat, kann ein kleiner Schluck Wunder wirken.

Neocitran
Das Heißgetränk nehmen wir ein, wenn wir erkältet sind oder Fieber haben.

Parkemed
Nehmen wir als Fiebersenker und Schmerzstiller ein.

Weleda Infludo
Das homöopathische Komplexmittel hilft uns bei Halsschmerzen oder grippalem Infekt.

Unsere Alternativ Medizin

Unser Hauptaugenmerk liegt auf natürlicher Medizin. Und diese bietet so einiges an Wundermittelchen. Ätherische Öle sollte man nicht einfach wahllos anwenden, da es einige Gegenanzeigen und Vorsichtsgebote gibt. Es gibt hunderte verschiedener ätherischer Öle. Für unsere Reise kamen 2 Öle in Frage, mit denen wir einen sehr großen Bereich abdecken konnten.

Teebaum
Teebaumöl tragen wir bei Schnupfen oder Kopfschmerzen verdünnt in wenig fettem Pflanzenöl (Speiseöl vor Ort) auf die Schläfen auf. Das lässt unseren Kopf wieder klarwerden und Schmerzen verschwinden. Außerdem geben wir einen Tropfen des Öls direkt und pur auf entzündete Hautstellen, Insektenstiche, kleine Wunden und Ausschläge.

Cajeput
Unser Öl bei Erkältungskrankheiten und Schwächegefühl. Hier gönnen wir uns eine Aromadusche. So warm wie möglich duschen, dass sich die Hautporen öffnen – Wasser abdrehen – 10 Tropfen (bei gesunden Erwachsenen) Cajeputöl auf die Handflächen geben und auf dem gesamten Körper verteilen. Das Öl zieht durch die Wärme und Nässe des Körpers blitzschnell ein und hinterlässt ein stärkendes, wohltuendes Gefühl.

Die Öle duften nicht nur gut, sie ersparen uns auch Nebenwirkungen wie Magenprobleme, die wir von so manchen Tabletten bereits hatten. Aber wie gesagt, sollte man sich vorher über jedes ätherische Öl und seine Handhabung informieren.

Sonstiges
Pflaster
Ein paar Pflaster, vor allem Blasenpflaster, wenn man viel wandert, können nie schaden.

Entkeimungstropfen
Diese brauchten wir regelmäßig, als wir in Neuseeland mit dem Zelt unterwegs waren. Das Wasser aus den Bächen ist nicht immer Quellwasser, somit kann es auch mal Bakterien enthalten, selbst in Neuseeland. Wasser abkochen braucht viel Gas und jeden Tag neue Wasserflaschen kaufen? Das war uns dann doch eine zu große Verschwendung. Auch finanziell haben wir uns einiges erspart. 2 Tropfen in 1 Liter Wasser geben, 2 Stunden warten, fertig. Es gibt auch Entkeimungstabletten, diese sollen jedoch einen unangenehmen Geschmack haben, die Tropfen sind geschmacksneutral.

Hausmittelchen um die Welt
Jedes Land weiß Krankheiten und Beschwerden auf seine eigene Art und Weise zu behandeln. So setzt man in Kuba auf frisch gepflückten Kamillentee und die Guave Frucht. Ich hatte mit Magen- Darmbeschwerden zu kämpfen und die Hausmittel halfen wirklich gut. In Südamerika sind die Höhenunterschiede enorm. Wer im Hochland ankommt, hat meistens Kopfschmerzen und Atemnot in den ersten Tagen. Da wir mit unserer Machu Picchu Wanderung eine Achterbahn der Höhenmeter erlebten, setzten wir uns mit der Coca Pflanze auseinander. Die Blätter der Cocapflanze wirken blutverdünnend und helfen dem Körper, mehr Sauerstoff aufzunehmen. Man kaut ein paar Blätter und spuckt diese nach einer Weile wieder aus. Es gibt Blätter, Tee und Bonbons. Letztere schmecken jedoch einfach nur gut. So hat jedes Land seine eigenen Hausmittel, oft hilft es, einfach danach zu fragen anstatt durch die Straßen zu laufen und eine Apotheke zu suchen.

Antibiotikum
In unserer Reiseapotheke befand sich anfangs ein allround Antibiotikum, dass wir nach einigen Monaten in heißen Ländern aussortierten. Wir waren nicht mehr sicher, ob das Medikament überhaupt noch seine richtige Wirkung tat. Falls man wirklich ernsthaft krank ist, kann man zu einem Arzt gehen und sich etwas verschreiben lassen. Und wenn alle Stricke reißen, gibt es immer noch Krankenhäuser. Also bei einer Langzeitreise werden wir wohl kein Antibiotikum mehr einpacken.

Das Ablaufdatum
Wir packen bei einer längeren Reise lieber eine angemessene Menge an Medikamenten ein und kaufen ein, wenn etwas benötigt wird.

Falsche Medizin
In Indonesien bekam ich plötzlich eine Lebensmittelvergiftung, was ich anfangs noch nicht wusste. Da wir am nächsten Tag nach Singapur fliegen mussten, nahm ich Immodium in der Hoffnung, die Reise halbwegs gut zu überstehen. Nur blöd, dass nichts besser wurde. Die nette Apothekerin in Singapur erklärte mir, dass durch die Immodium Tabletten die Bakterien den Körper nicht verlassen konnten und somit alles schlimmer machten. Ich bekam dann die richtige Medizin und schwupp die wupp war alles besser. Man sollte also sehr genau auf seine Symptome achten und aufmerksam sein, so gut es eben geht als Laie.

Unsere Impfungen
Hepatitis A+B
Hepatitis ist nur durch Körperflüssigkeiten übertragbar. Trotzdem essen wir aus Schüsseln, die oft mit verschmutztem Wasser gewaschen werden (z.B. bei Straßenständen), gehen auf Toiletten, die noch nie einen sauberen Putzschwamm sahen und trinken mit Strohhalmen, die sicherlich nicht immer weggeschmissen werden.

Diphtherie & Tetanus
Diphtherie wird über Tröpfchen, Tetanus über Bakterien im Boden übertragen. Es reicht eine kleine Wunde, um sich zu infizieren. Da wir den Kombi-Impfstoff bereits von früher noch in uns trugen, genügte hier eine Auffrischung.

Das sind die beiden Impfungen, die wir uns verabreichen ließen und die unsere Bedürfnisse mehr als abdeckten.

Und was ist mit dem Rest?
Wir könnten uns in der heutigen Zeit im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode impfen. Jedes Land hat seine eigenen schrecklichen Krankheiten und warum ein Risiko eingehen, wenn man sich doch einfach ein wenig Gift spritzen lassen kann? Alex und ich sind mittlerweile der Ansicht, dass der Großteil an Impfungen Panikmache von Pharmaindustrie und Medien sind. Geld regiert die Welt. Darum machten wir uns unser eigenes Bild und fingen an zu hinterfragen. Auf einer Langzeitreise solltest du bereits vor dem nächsten Land wissen, welche Krankheiten es gibt, ob du in ein betroffenes Gebiet reist und wie du dich schützen kannst. Somit hast du schon mal fast gewonnen. In richtige Risikogebiete kommt man im Normalfall ohnehin nicht. Zumindest gibt es immer Alternativen.
Natürlich hört man immer wieder von Schicksalsschlägen und unvorhergesehenen Epidemien. Trotzdem sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Man kann die eigene Verantwortung übernehmen und achtsam sein. Und wenn es einen doch erwischt, hätte man vielleicht sowieso nichts ändern können. Und genau so ist es mit Impfungen, ein Restrisiko bleibt immer. Mach dir dein eigenes Bild und lass dich zu nichts überreden. Und vor allem ist die Lage meistens halb so schlimm als sie scheint.

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