Gili Air, Indonesien – Sommer, Sonne, Sauerstoffflasche

Befinden: entspannt
Besonderheit der Insel: es gibt keine Straßen
Neu gesichtetes Wildtier: Kalmar 

Eine lange Reise ins Paradies

Vom Hotel in Ubud fuhren wir gut zwei Stunden nach Padang Bay, unser Starthafen Richtung Gili Air. Da uns ein Speedboat zu teuer erschien für 20 Euro, entschieden wir uns alle für die öffentliche Fähre. Diese fuhr zwar ca. 3 Stunden länger, und nicht auf Gili, sondern auf Lombok zuerst, doch kostete sie uns umgerechnet 2 Euro. Das Erlebnis war es wert. Unter all den muslimischen Passagieren schienen wir fast die einzigen Touristen zu sein. Die Fähre war gut belüftet, fast zu gut, und es lief ein Film im großen Aufenthaltsraum mit grausamer Qualität. Dafür hatten wir geniale Aussichten und jeder hatte Platz, es sich gemütlich zu machen. Nach ein paar Stunden kamen wir im Hafen Lombok´s an. Dort trennten wir uns von Clemens und Anna, auf Gili sollten wir uns wieder treffen. Clemens und Anna entdeckten noch für ein paar Tage die Mutterinsel der Gilis, Lombok. Nach ein paar Verhandlungsgesprächen mit den nicht ganz so freundlichen Taxifahrern setzten wir uns endlich in ein Auto und wurden weitere 1-2 Stunden zum nächsten Hafen gefahren. Dort gab es leider keine Fähren mehr, da es bereits zu spät war, so mussten wir uns ein viel zu überteuertes Speedboat mieten, das uns in unser kleines Paradies brachte. Wenn ich von einem Speedboat spreche, meine ich natürlich Motorboote, mit 2-9 Außenboard Motoren darauf. Ja ich denke, 9 war das Maximum. Endlich auf der Insel angekommen stapften wir erschöpft die letzten Meter um die halbe Insel zu unserer Unterkunft. Der Himmel war feuerrot, der Sonnenuntergang begleitete uns zu unserem Ziel. Einheimische hießen uns willkommen. Trotz der großen Müdigkeit waren wir glücklich und hatten doch einen abenteuerlichen Tag hinter uns gebracht.

Die Insel

Es gibt drei der Gili Inseln neben dem nordwestlichen Teil Lomboks. Gili Trawangan, Gili Meno und Gili Air. Gili T. Ist die größte und auch touristischste Insel. Es wird viel gefeiert und einen erwartet das größte Angebot an Ausflügen, Restaurants und Bars. Gili Meno ist die kleinste und ruhigste der drei. Wir entschieden uns für Gili Air. Die Insel ist ebenso eher ruhig, es gibt keine Straßen, nur Pferdekutschen und Fahrräder. Man kann die Insel in einer guten Stunde zu Fuss umrunden, viele kleine Pfade führen durch die Insel, ein Strandweg rundherum. An den Stränden findet man kleine bunte Fischerboote, abends wird der frische Fang vom Tag in den kleinen rustikalen Restaurants angeboten. Man findet immer wieder gemütliche Sandsäcke direkt am Strand und kleine Hütten, die auf Stelzen stehen, über ein paar Holzstufen kann man es sich unter den Bambusdächern gemütlich machen. Das Wasser ist kristallklar, der Sand strahlend weiß. Von unserem Strand aus konnten wir die untergehende Sonne beobachten, wie sie hinter dem Vulkan Gunung Agung, der größte Vulkan Balis, verschwand und die Farben im Himmel spielen ließ. Die Einheimischen sind freundlich und herzlich, leben eher ärmlich neben den touristischen Traumbungalows. So beliebt die Gili Inseln bei Urlaubern sind, so nah sind arm und reich beisammen. Ein großes Thema betrifft die Drogenwelt. Genauer gesagt Pilze. Die sogenannten Magic mushrooms gibt es auf den Gilis immer und überall. Sie werden im Restaurant, auf der Straße oder am Strand angeboten. An manchen Restaurants hängen Schilder mit Pilz Angeboten. Die Einheimischen scheinen sich teilweise von diesen zu ernähren. Wir fühlten uns jedoch niemals unsicher oder belästigt. Auf Bali bzw. Indonesien herrschen sehr hohe Strafen, auf Drogenhandel beispielsweise gilt die Todesstrafe. So schienen mir die Gilis als kleine Grauzone, man sah keine Polizei und mit den Pilzen wurde sehr offen umgegangen. Wir blieben dann doch lieber beim Bintang Bier, was erfrischt und einfach lecker schmeckt.

Relaxen, Entspannen & Abtauchen

Wir verbrachten unsere Tage mit Peter und Eva. Es wurde relaxed, geschnorchelt und Karten gespielt. Abends machten wir es uns in einem der Strandrestaurants gemütlich und gefrühstückt wurde auf der Terrasse. An einem Tag versuchten wir uns im Yoga. Bei 35 Grad hat es Yoga ganz schön in sich. Wir schwitzten wie noch nie und rechneten ganz und garnicht damit, das Yoga NICHT NUR entspannend ist. Trotzdem gefiel es uns sehr gut und einige von uns werden daheim weitermachen. Natürlich besuchten wir wieder einmal die Unterwasserwelt. Die Gilis sind ein super Ziel mit vielen verschiedenen Tauchspots. Es gibt alle möglichen Fischarten, Korallen, Wracks, Wände und viele Schildkröten. Ein paar Haie sichteten wir und ich sah beim Schnorcheln zum ersten Mal einen kleinen Kalmar.

Zu unserer Überraschung hatten Peter und Eva zu Hause ebenfalls den Tauchschein gemacht und nach dem ersten Meerestauchgang waren sie Feuer und Flamme. Das gemeinsame Tauchen machte uns großen Spaß, generell war die Zeit auf den Gilis traumhaft. Mit Clemens und Anna trafen wir uns auch nach ein paar Tagen wieder, gingen abends essen und fuhren gemeinsam zurück nach Bali, bevor unsere 4 Freunde wieder in die Heimat zurückreisten.

Wenn man auf Bali urlaubt sollte man die Gili Islands auf keinen Fall missen, da das Leben einfach relaxter und ruhiger ist. Sei es wegen dem Verkehr oder den entspannten Leuten. Wir fühlten uns so wohl, dass wir gar nicht zurückwollten. Doch das ist das Besondere an schönen Orten, würde man dort leben, wäre es nicht mehr besonders.

 

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