Ubud, Indonesien – Reisfelder, Dschungel & jede Menge frecher Affen

Bestes Erlebnis: Sonnenaufgang auf einem Vulkan
Wetter: feucht und heiß
Indonesische Lieblingsmahlzeit: Nasi Goreng 

Die Reisfelder um Ubud – ein Traum in Grün
Ubud ist bei Touristen bekannt für seine Reisfelder, deren verschiedene Ebenen sich um die Stadt ausbreiten. Für einen kleinen Eintrittspreis kann man durch die Felder spazieren und sich die verschiedenen Ebenen ansehen. Über Stufen und aufgelegte Holzbretter von Ebene zu Ebene. Wie Terrassen wird der Reis in gefluteten Pools angebaut. Immer wieder wird die Erde umgehackt, der Reis über Wassersysteme bewässert. Man fühlt sich als stehe man an einer Lichtung in mitten des Dschungels mit all den dichten Palmen und Bäumen um die Terrassen. Zumindest bei dem Reisfeld, dass wir besuchten. Vom Bewässerungssystem laufen an jeder Ebene kleine Wasserfälle von Reisfeld zu Reisfeld. Ringsum saftiges Grün. Arbeiter stehen mit Gummistiefel und Spitz Hut in den Pools und legen neue Felder an. Der Anblick war atemberaubend schön.

Die Stadt selbst besteht aus einer langen Hauptstraße. Viel Handgemachtes wird angeboten aus Holz, Bambus und Kokosnuss Schale. Makaken turnen auf den Dächern und Stromleitungen herum auf der Suche nach etwas Essbarem. Es gibt viele Hotels, Restaurants und die Straßen sind voll mit Mopeds. Das ein oder andere wird schon mal zum Suppenstand umgebaut. In einem der versteckten Gastgärten kann man bei einem guten Dinner entspannen, in manch einem gar ein umliegendes Reisfeld genießen.

 

Die Affenbande des Monkey Forest
Der Monkey Forest liegt direkt neben der Hauptstraße Ubuds. Auf keinen Fall sollte man die frechen Affenbanden in und um diesen Urwald missen. Man spaziert vorbei an uralten Bäumen, bewachsen mit unzähligen Lianen, in denen die Affen herumtollen. 600 Tiere leben hier wie die Könige. Jeden Tag gibt es Süßkartoffeln von den Wächtern die aufpassen, dass es keine Unfälle zwischen Affen und Menschen gibt. Die Affen sind relativ frech, immer auf der Suche nach Futter. Es kann schon mal passieren, dass ein Affe einfach mal auf deinen Kopf oder Arm hüpft um ab zu checken, ob da vielleicht etwas Essbares zu holen ist. Da viele Touristen Spaß dabeihaben, die Tiere zu füttern, wurden diese mit der Zeit immer gieriger. Man sollte alles, was nicht Niet und Nagelfest ist sicher verstauen, denn die Affen sind sehr neugierig. Zwei Trinkflaschen mussten wir opfern, denn ja, sogar diese sind kein Hindernis für die intelligenten Tiere. Wir beobachteten viele kleine Babys, die noch etwas unbeholfen durch das Dickicht hüpften, oder sich neugierig näherten bevor sie rasch wieder in die Obhut von Mama schlüpften. Alte Steinfiguren stehen an vielen Ecken und Plätzen im Affenwald. Sie verleihen dem Wald einen mystischen Touch und lassen die Fantasie in die Vergangenheit reisen. Wer hat diese Figuren in Stein geschlagen? Und vor allem, wann? Es gibt Tempel, bewacht von eben solchen Statuen. Der Affenwald ist einen Besuch wert, man passiert wunderschöne Waldstücke, einen wilden Fluss in den Lianen hängen und ist der Natur ganz nah.

Kopi Luwak – der begehrte Katzen Kaffee
Kopi Luwak nennt sich der Kaffee, der seine ganz eigene spezielle Behandlung erhält. Kopi „Kaffee“ und Luwak „Katze“. Diese Art des Kaffee ist in weiten Teilen Asiens verbreitet. Die Kaffeekirschen werden geerntet und anschließend an eine Schleichkatzen Art namens Fleckenmusang verfüttert. Diese Katze frisst die Frucht der Kaffeepflanze und scheidet sie anschließend wieder aus. Die Kaffee Bohne erhält durch diesen Vorgang ihr einzigartiges Aroma. Die Sekrete werden eingesammelt, gründlich gewaschen, die Bohnen geschält und geröstet. Ich persönlich trinke generell nicht sehr viel Kaffee. Davon abgesehen überkam mich tiefe Trauer und Mitleid für die Tiere, als wir eine Luwak Kaffeeplantage besuchten. Eine nette Dame führte uns durch die Plantage vorbei an verschiedensten Pflanzen wie Kakao, Maracuja und verschiedene Kaffeepflanzen. Nach den ersten Metern waren bereits an den Wegkreuzungen in der Plantage die kleinen Käfige der Luwaks zusehen. Die Tiere leben in Käfigen, deren Boden aus Eisengitter besteht. So kann das Sekret besser für die Verarbeitung gesammelt werden. Es werden Tiere gequält für die Herstellung von Kaffee, für mich ist das nichts anderes als Nerze zu töten für Pelzmäntel. In der heutigen Zeit gibt es wirklich andere Möglichkeiten. Für mich war der Besuch eine traurige Bestätigung, dass in vielen Ländern Tiere nichts wert sind. Der Mensch will erfolgreich sein und Geld verdienen. Koste es was es wolle. Ich bin froh, dass ich so niemals handeln könnte.

Ein Sonnenaufgang am Vulkan Gunung Batur
Um 02:00 Uhr morgens wurden wir vom Hotel abgeholt und zum Ausgangspunkt gebracht, der gut eine Stunde entfernt lag. Am Weg machten wir einen kurzen Stopp für das erste Frühstück. Viele Leute waren bereits am Ausgangspunkt, als unser Taxi auf den Parkplatz bog. Unsere Gruppe bestand aus uns sechs, zwei Franzosen und zwei netten übersportlichen Guides. Jeder hatte seine eigene Taschenlampe, ein Guide vorne, einer hinten. So marschierten wir los, rund um uns pechschwarze Finsternis. Als wir an dem Punkt ankamen, von wo es aufwärts zum Krater ging, machten wir eine Pause. Die Guides legten eine Opfergabe vor einen kleinen Tempel und beteten für ein paar Minuten in der dunklen Nacht. Es war ein schönes Gefühl im Dunklen daneben zu stehen und die absolute Ruhe zu genießen. Schnell ging es bergauf und es wurde immer steiler. Der Weg bestand aus abgestuften Felsen, rutschigem Schutt und Sand. In der Dunkelheit muss man sich noch ein wenig mehr anstrengen, umzusehen wo man hintritt. Auf halber Strecke ließen wir unsere Blicke nach unten wandern. Eine Schlange aus Lichterkegel von all den anderen Wanderern war zu sehen. Ein genialer Anblick. Nach etwa 1,5 Stundenkamen wir durchgeschwitzt am Zielpunkt an. Der Wind wehte stark, kaum zu glauben, dass wir auf Bali sogar mal eine Jacke brauchten. Am besten wären noch Haube und Handschuhe gewesen, es war richtig kalt. So saßen wir da, stolz und erfreut und warteten mit einem Sandwich, Kaffee und Tee auf den Sonnenaufgang. Es war spannend, da wir beim Aufstieg nicht sahen, wie die Landschaft aussieht. Es war eine unvergessliche Überraschung. Die Sonne ging am Horizont auf, im Vordergrund ein anderer großer Vulkan, ein See und Reisfelder. Uns bot sich eine extreme Schönheit an Natur und Farben. Dieser Sonnenaufgang war einer der schönsten auf der ganzen Reise. Wir hatten noch genug Zeit, den Vulkan zu erforschen. Am großen Krater konnte man ein Stück entlanglaufen oder sich ein ruhiges Plätzen suchen und die ersten warmen Sonnenstrahlen einfangen. Am Rückweg trafen wir auf ein paar Affenfamilien, die auf den Bäumen des Vulkans leben. Für diesen 8 stündigen Ausflug bezahlten wir Sage um Schreibe 17 Euro. Dafür bekamen wir ausreichend zu essen, hatten super nette und kompetente Guides und eine unvergessliche Erinnerung.

Ubud hat uns gut gefallen. Eine Stadt mit seinen eigenen Vorzügen, kontrastreich und spannend. Ein paar Tage sollte man sich genehmigen, um diesen Ort kennen zu lernen. Doch nun vermissen wir den Ozean und die Unterwasserwelt und machen uns auf zu den Gili Inseln. Wir freuen uns auf Sonne, Strand und Meer.

 

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