Australien Guide – Route, Bugdet & hilfreiche Tipps

Gesamtzeit: 17. Jänner 2016 – 03. März 2016 (46 Tage)
Geplantes Budget:  2.600 € (pro Person)
Benötigtes Budget: 3.415 € (pro Person) 

# Route 

Adelaide: 6 Nächte
Great Ocean Road: 2 Nächte
Melbourne: 4 Nächte
Nachtbus: 1 Nacht
Sydney: 7 Nächte
Inlandsflug nach Cairns – nördliche Ostküste
Cairns (Tauchausflug Great Barrier Reef): 6 Nächte
Mission Beach: 4 Nächte
Magnetic Island: 2 Nächte
Airlie Beach (2 Tages Segelturn Whitsunday Islands): 4 Nächte
Nachtbus: 1 Nacht
Hervey Bay (Tagestour Fraser Island): 2 Nächte
Noosa: 3 Nächte
Brisbane: 4 Nächte               

# Budget

Tagesbudget – 75 € (pro Person)
Schlafen: (Hostels, Bus, Airbnb) – 880 €
Transport: (Bus Pass, Öffis, Boot, Flugzeug) – 520 €
Ausflüge: (Great Ocean Road, Great Barriere Reef, Whitsundays, Fraser Island) – 760 €
Nahrung: (im Hostel inkludiert, Restaurants, selbst gekocht) – 690 €
Sonstiges: (Behebungen, Wäsche, SIM Karte, Post, Kleidung, Visum Vietnam) – 350 €
Sonderausgaben: (Heilmassagen) – 215 €  

# Transport

Im Süden Australiens reisten Alex und ich unabhängig voneinander, Alex mit dem Auto, ich mit dem Bus. Beides ist eine einfache Weise um von A nach B zu kommen, wobei ein Mietauto flexibler und nicht unbedingt teurer ist. Es gibt verschiedene Touristen Busse, Fire Fly Express verkehrt zwischen Adelaide und Sydney im Süden, preislich etwas günstiger als Greyhound. Letzter verkehrt am kompletten Kontinent, zumindest auf allen Touristenrouten. Es gibt Kilometerpässe, hop on hop off, oder Einzeltickets. Wir hatten einen hop on hop off Pass zwischen Cairns und Brisbane. Man muss sich einfach einen Tag vorher online oder bei einem Greyhound Büro einen Platz im Bus reservieren und bei Abfahrt seinen Ausweis parat halten. Die Busse sind bequem und verfügen über Klimaanlagen die, wie in vielen Gebäuden Australiens, oft viel zu kalt eingestellt sind. Es lohnt sich also, einen Pullover dabei zu haben. In den größeren Städten gibt es gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetze, mal günstig mal teuer. Auch Uber ist in Australien vertreten. Wir fuhren mit Uber in Brisbane vom Hostel zum Flughafen, das Taxi holt einen direkt vom Hostel ab und der Preis liegt manchmal sogar unter dem der Öffis. Australien ist nahezu riesig. So benötigten wir, wie viele andere Reisende auch, einen Inlandsflug von Sydney nach Cairns. Man darf die Größe des Landes wirklich nicht unterschätzen. Flüge kann man günstig bei den inländischen Fluglinien buchen. So bezahlten wir für einen 3 stündigen Flug (und das war nur ein Teil der Ostküste) ca. 100 Euro.

# Schlafen

Hostel, Airbnb und wieder Hostel. Hotels sind ausgesprochen teuer, jedoch auch bei den Hostels muss man Preisvergleiche anstellen. Wir bezahlten im Durchschnitt pro Nacht etwa 20-25 Euro für Dorm Zimmer mit 4-6 Betten. Die Hostels sind gepflegt und aufgrund der derzeitigen Nebensaison an der Ostküste gab es selten Probleme mit ausgebuchten Zimmern. Airbnb nutzten wir in den Städten, wie immer absolut das Geld wert, nette Leute, tolle Räume und Locations. Für naturverbundene gibt es genügend Möglichkeiten des Free Campings. Die Australier sind so offen, dass sie auch mal einem den eigenen Garten zum Übernachten anbieten. Campingplätze gibt es ebenfalls genug. Für uns kam diese Option nicht in Frage, da wir zum einen mit dem Bus und zum anderen ohne Zelt unterwegs waren. 2 Nächte machten wir es uns im Nachtbus gemütlich. Naja, mehr oder weniger, aber das gehört dazu. 

# Essen

Oft hatten wir das Glück, dass entweder Frühstück oder sogar Abendessen im Hostel Preis inbegriffen war. Ansonsten haben wir uns unser Frühstück im Supermarkt gekauft und uns von Müsli, Porridge und Früchten ernährt. Eine zweite Mahlzeit am Tag gab es mal vom Restaurant und mal vom Supermarkt. Auch unglaublich hoch qualitative Essens Märkte gibt es in den Städten. Asiatische Küche liegt hier ganz weit vorne, so tauschten wir des Öfteren Supermarkt Salat gegen Sushi und Pho ein. Dann gibt es ebenfalls diese kleinen leckeren Sushirollen in jedem Supermarkt mit Hühnchen, Shrimps oder vegetarisch. Perfekt für zwischendurch. Viele Restaurant sind relativ hochpreisig, jedoch gibt es auch Ausnahmen, diese muss man einfach nur finden.

# Backpacker taugliches Land? 

Budget: PHUUU
Wie ihr ja seht, ist unser Budget explodiert. Australien war bis jetzt das teuerste Land auf unserer Reise. Das kann einem Backpacker das Leben schon mal etwas schwermachen. Man muss Prioritäten setzen was Ausflüge betrifft und generell Preise vergleichen. Spontane Entscheidungen können (zum Beispiel im Supermarkt) ein Loch in die Geldbörse Reißen und auch der Transport benötigt einiges. Man sollten wirklich genug einplanen für diesen großen Kontinent. Lieber ein paar Monate länger sparen, als am Schluss mit roten Zahlen dazustehen, oder gar auf einen Bucket List Point verzichten zu müssen? Aber da man ja auch Erinnerungen und Erfahrungen sammelt, war es für uns das Geld absolut wert.

Einfach: JA
Australien ist Neuseeland sehr ähnlich. Es wird viel deutsch gesprochen, die Leute sind offen und freundlich und man kommt easy von A nach B. Wenn auch mit Bus und Flugzeug. Hostels sind im ganzen Land verbreitet und vieles ist auf Backpacker abgestimmt.

Klima: JA
Es gibt 4 Klimazonen in Australien. Von brütend heiß und feucht bis kühl und stürmisch haben wir so ziemlich jedes Wetter mitbekommen. In Cairns herrschte Regenzeit als wir dort ankamen. Das heißt jedoch, dass es vielleicht einmal am Tag richtig schüttet und das war es dann auch schon. Das ist die Nebensaison auf jeden Fall wert. Die Hitze ist humaner als man sich das vorstellt. Ab und an gab es schon mal 40 Grad, das war allerdings die Ausnahme. Durchschnitt Temperatur war um die 35 Grad.

Kontraste: JA
Regenwald, Outback, atemberaubende Riffe, schöne Städte, geniale Küsten Tracks, exotische Tierwelt, was will man mehr? 

Schlafen: JA
Hostels, Airbnb, Couchsurfing, Hotels. Für jeden Reise- und Budget-Typ ist etwas dabei und zahlreich verfügbar. Die Standards sind hoch, die Sauberkeit ist in den meisten Hostels sehr gut, das kommt natürlich auch immer auf die Bewohner drauf an. 

Schwimmen: NAJA
Im Süden konnte man ohne Anzug ins Meer, ab und an gibt es Hai Sichtungen, jedoch nicht weiter tragisch. Im Norden sieht es da schon etwas schwieriger aus. Das Australien eine Nebensaison hat liegt nicht nur am Wetter. Auch versammeln sich an der Küste von Queensland zwischen November und Mai verschiedenste giftige Quallen und an manchen Plätzen Salzwasser Krokodile. In Cairns hatten wir das Pech, dass sämtliche Strände wegen der kleinen fiesen Irukandji Quallen gesperrt waren. Ansonsten gibt es eingegrenzte Schwimmbereiche. Quallen sichere Netze grenzen einen kleinen Bereich ein, indem man ohne Anzug baden kann.  

Sicherheit: JA
Das einzige wovon abgeraten wird, ist Auto zu stoppen. Anscheinend gab es schon mehrere Entführungen, Leute tauchten einfach nie wieder auf. Wie viel wirklich dahinter steckt, wissen wir nicht, jeden Falls hört man diese Geschichten immer wieder. Somit kam dies für uns nicht in Frage, wir benötigten diese Art des Weiterkommens jedoch sowieso nicht. In den Städten gibt es wie überall auf der Welt Obdachlose und verwirrte Menschen. Ich denke jedoch, darüber muss man sich nicht viel mehr Gedanken machen, als in Österreichs Großstädten oder sonst wo.

Sprache: JA
Deutsch und Englisch. Alles gut, dem ist nichts hinzuzufügen. 

Tauchen: OH JA
Egal ob lizensiert oder nicht, jeder sollte einen Tauchgang am Great Barrier machen. Unglaublich bunt, artenreich und die Größe des Riffs ist kaum zu fassen. Keine Angst wegen der Quallen, man bekommt stets einen Ganz Körper Anzug, sogar die Fingerchen sind eingepackt.

Tiere: JA
Ich war noch nie in einem Land mit so vielen verschiedenen Tieren. Habt ihr gewusst, dass sogar Kamele in Australien leben? Das erfuhren wir, als plötzlich 2 neben der Straße standen, als wir im Bus unterwegs waren. Koalas, Kängurus, tausende Flughunde nachts über den Städten und vieles mehr. Nicht nur Schlagen und Spinnen teilen sich den Kontinent, vergesst das nicht. Ich sah nur eine Huntsman Spinne und das am Bahnhof in Sydney. Sie war noch eher „klein“ und saß vor mir auf dem Boden. Ich machten einen 10 Meter Kreis um sie und das war´s dann auch schon. Ich denke kontrastreicher wird es da schon in der Unterwasserwelt. Seeschlagen, Haie, Quallen, Schildkröten, für jeden Tierliebhaber ist Australien ein absolutes Must See.

Transport: JA
Obwohl Australien eine sehr stolze Größe aufweist, muss man sich um den Transport nicht sorgen. Bus, Flugzeug, Bahn, alles verfügbar. Preislich ganz ok, wenn man die Distanzen berücksichtigt. Wer frei reisen will, sollte sich ein Auto mieten. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, übersichtlich und man kann immer in einem Hostel oder auf einem Campingplatz einkehren.

# Gut zu wissen

– Macht euch nicht zu viele Gedanken über die giftigen Tiere, sie sind viel weniger verbreitet, als man denkt
– Zwischen Adelaide und Sydney verkehrt der Fire Fly Express Bus, günstiger als Greyhound und ebenso bequem
– YHA Hostels gibt es in Australien wie auch weltweit. Mit einer Mitgliedschaft kann man bei den Preisen sparen und die Hostels sind qualitativ recht hochwertig und sehr beliebt
– Zwischen November und Mai sind die Strände Queenslands oft wegen giftigen Quallen gesperrt
– Es gibt an vielen Ecken in den Städten Convenience Stores mit Lebensmitteln, diese sollte man wenn möglich meiden, da die Preise dreimal so hoch sein können, wie im Supermarkt
– Bucht man einen Segelturn in den Whitsunday Islands, sollte man unbedingt nachfragen, ob und wie viel tatsächlich       gesegelt wird
– In Australien ist Uber in den größeren Städten verfügbar und oft günstiger als die Öffis
– Über „Book me“ kann man viele Ausflüge, wie Fraser Island oder Great Barrier Reef um einiges günstiger buchen 

# Fazit

Australien hat grandiose Plätze und hat uns sehr gut gefallen. Man hat unendlich viele Möglichkeiten, sein Geld los zu werden und auch ziemlichen Spaß daran. Das kann fürs Konto schon mal gefährlich werden. Der lockere Lifestyle und die fröhliche Art der Australier waren uns von Anfang an sympathisch. Was uns etwas gefehlt hat, war die Kultur. Aborigines sind nicht mehr wirklich präsent, wir hatten uns was das betrifft etwas mehr erwartet. Die Leute sind toll und es sind noch viele Orte offen, die wir erkunden möchten. Australien wird uns irgendwann wiedersehen, auch wenn dies vielleicht einige Jahre dauern wird. Zu große ist der Kontinent, als dass man ihn in einer einzigen Reise erforschen kann.

Alle Preise gelten als Richtwert – Stand Februar 2016
1 EUR = 1,50 AUD

 

 

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