Sydney, Australien – Eine Klasse für sich am anderen Ende der Welt

Bestes Erlebnis: Blick auf die Skyline bei untergehender Sonne
Fakt: die wirkliche Hauptstadt Australiens ist Canberra
Erschreckende Tatsache: P. Sherman Wallaby Way Sydney aus „findet Nemo“ gibt es nicht  

Das Wiedersehen & Dinner im Darling Harbour

Nach endlos erscheinenden 12 Stunden im Nachtbus neben einer Torrett Syndrom kranken Dame erreichte ich endlich Sydney. Da Alex noch einen Stop in den mächtigen Blue Mountains machte, war ich 2 Tage vor ihm da. Zu schade, dass ich mich gegen die blauen Berge entschied, Alex´ Bilder danach ließen mich staunen. Interessant finde ich die Tatsache, dass die Blue Mountains ihren Namen bekamen, weil der Nebel des verdunsteten Öls der Eukalyptus Blätter die Wälder von der Ferne aus in schimmerndes Blau hüllen. Nachdem ich 5 Stunden im Starbucks verbrachte, da ich nach dem Nachtbus noch nicht einchecken durfte, machte ich an diesem Tag ohnehin nicht mehr viel außer schlafen und etwas zu essen besorgen. Am zweiten Tag spazierte ich ein wenig durch Sydney´s Straßen und wartete freudig bis der Tag kam, an dem ich Alex vom Bahnhof abholte. Die Freude war groß, auf der Reise waren wir fast nie getrennt, geschweige denn 2 Wochen. Es war schön, sich wieder in den Arm zu nehmen, wieder vereint zu sein. Wir suchten unsere Airbnb Adresse und erzählten erst mal gegenseitig von unseren Erlebnissen. Auch wenn wir parallel gereist sind hatte doch jeder seine eigene spannende Geschichte. Jeder war gespannt und neugierig auf die Story des Partners. An diesem Abend gönnten wir uns ein leckeres Dinner im Darling Harbour. Dieser Hafen liegt neben dem Haupthafen und ist bei Nacht traumhaft schön beleuchtet. Viele Wolkenkratzer reihen sich auf der einen Seite aneinander, während auf der anderen Seite ein Riesenrad und ein Leuchtturm Aufmerksamkeit erregen. Über eine große Brücke gelangt man auf die andere Seite, sobald es dunkel ist kann man das Lichtermeer rund um den Hafen genießen. Wir schlenderten nach dem Dinner noch eine Weile um den Hafen und ließen die letzten Wochen Revue passieren.

 

Der bekannteste Strand der Stadt – Bondi Beach

Aber warum ist Bondi Beach eigentlich so bekannt? Vielleicht weil er Platz für viele Urlauber bietet, Platz zum Erholen von einer stressigen Arbeitswoche in der Stadt? Oder weil sich hier viele Surfer zum Training treffen und zusammen Bondi´s Wellen reiten können? Vielleicht aber einfach auch, weil Bondi Beach ein genialer Ort zum relaxen, ein Ort ohne Stadt Getümmel und ein Ort mit leckerem Sushi und Eis ist. Er ist groß und der Sand ist strahlend weiß. Es gibt Abschnitte für Surfer wie auch für Schwimmer. Es herrscht reges Treiben am Strand, jedoch verteilt sich die Masse auf dem langen Sandstreifen. Der Strand ist umgeben von vielen Bars, Restaurant und Souvenir Shops. Auf der rechten Seite beginnt ein senkrecht abfallender Küstenabschnitt. Ein Wanderweg führt über mehrere Strände bis zu Coggee Beach. Wir sind diese ca. 6 Kilometer gewandert und von Coggee Beach mit dem Bus zurück in die Stadt gefahren. Der Weg gefiel uns sehr gut. Man geht Treppen auf und ab, direkt an den Klippen entlang und durch wunderschöne Buchten. Man kann in der Pause in einem der beiden Pools direkt neben dem Meer baden, wenn einem die Gischt zu stark ist. Den Blick stets am Horizont, der in der Sonne glitzert. Es war heiß und der Himmel tief blau. Wir genossen den Weg, den Tag und die Wärme sehr. Endlich wieder Sommer.

 

Erst wenn man das Opernhaus gesehen hat, ist man in Sydney

Tatsächlich war Sydney für uns irgendwie ähnlich, wie viele andere Großstädte, die wir bisher auf unserer Reise erlebten. Riesen Shopping Malls mit allem Drum und Dran, Wolkenkratzer noch und nöcher, eine Großstadt eben. Groß, modern mit eher wenig Persönlichkeit in der Innenstadt, so würde ich es fürs erste beschreiben. Hier und da lungern Heimatlose herum. An manchen Ecken häuft sich der Müll. Man weiß genau, wann man in einer Business Straße oder nähe dem Bahnhof ist. Jedoch am Wasser ist alles anders. Bereits Darling Harbour hat uns staunen lassen. Was jedoch ein absolutes Highlight war, war die Fahrt mit dem Schiff nach Manly Beach und zurück bei Sonnenuntergang. Manly Beach selbst ist ähnlich wie Bondi Beach, nur mit mehr Promenade und mehr Surfern. Viele namhafte Firmen wie Ripcurl, Billabong und Quicksilver sind Standard. Die Wellen sind richtig groß und es lohnt sich den Pro´s beim Surfen zu zusehen. Bei der halbstündigen Rückfahrt mit der Fähre genossen wir das Opernhaus und die Harbour Bridge bei Sonnenuntergang. Ein Bild, das ewig in unseren Köpfen bleiben wird. Anfangs sahen wir nur die Silhouetten der Skyline, was beeindruckend wirkte. Das Opernhaus und die Brücke kamen immer näher, das Licht war einfach genial. Das Opernhaus ist größer als man es sich vorstellt. Ein schönes Gebäude, beeindruckend und erst beim diesem Anblick fühlten wir, dass wir in Sydney waren. Auf der Harbour Bridge kann man den Bridge Climb buchen und gesichert mit Guide den höchsten Punkt der Brücke erklimmen. Pelikane, Möwen und viele Langschnäbler schmücken den Hafen und verleihen ihm das besondere Flair. Ab und an hörten wir Klänge der Didgeridoo´s der Aborigines. Ein paar der wenigen Aborigines der Stadt. Große Kreuzfahrt Schiffe kehren im Hafen ein und aus. Wo diese wohl hinfahren?
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Krabben, Fisch & Co – der größte Fischmarkt der Stadt

Peter´s Fischmarkt in der Nähe des Darling Harbour hatte es am letzten Tag in sich. Kaum aus der Straßenbahn ausgestiegen, steigt einem der stechende Fischgeruch in die Nase. Der Geruch wirkt jedoch nach und nach eher Appetit anregend, denn auf dem Fischmarkt wird gekocht und gegessen, was das Zeug hält. Ausserhalb der Markthalle tummeln sich Fischer und Händler mit großen Kühlboxen voller Fisch und Eis. Pelikane und Möwen warten gierig darauf, etwas von den Resten abzubekommen. Große Eisbrocken von den Ladewägen liegen auf der Straße. Wir verschafften uns erst einmal einen Überblick und spazierten sprachlos durch die Halle. So viel Fisch auf einem Haufen haben wir noch nicht erlebt. Man kann alles, wirklich alles kaufen. Von klassischem Fisch, Shrimps oder Sushi bis hin zu den richtig teuren Krabben, Hummern und allen möglichen Arten von Muscheln. Man sollte darauf achten, nicht im Weg zu stehen, denn der Fischmarkt besteht aus einem Gewusel hungriger Touristen und asiatischen Händlern. Man fühlt sich fast, als wäre man irgendwo in Asien. Es gab Muscheln mit Käse, der mit einem Bunsenbrenner geschmolzen wird, frischen Atlantiklachs und viele viele weitere Köstlichkeiten. Was uns am meisten beeindruckte war die Qualität. Trotz dieser Masse an Angebot war die Ware frisch aus erster Hand und dadurch qualitativ hochwertig. Und das schmeckten wir auch. Frisches Sushi und ein saftiges Stück Lachs haben wir sehr genossen. Ein Besuch bei Peter´s Fischmarkt ist vielleicht etwas chaotisch, jedoch auch interessant zu beobachten und lohnt sich auf jeden Fall. Und für Schleckermäuler was Meeresfrüchte betrifft, ein absolutes Muss.

 

Sydney hat wunderbare Strände, zwei romantische Häfen mit atemberaubenden Sehenswürdigkeiten und gutes Essen. Wir verbrachten einige relaxte Tage in der Stadt und erst recht am Meer. Doch nun gehts los mit dem Flugzeug nach Cairns. Auf zur Ostküste und zum größten Riff der Welt.

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