Workaway in Neuseeland

Befinden: wir lernen gerade, was es heißt, sich irgendwo auf der Welt wie zu Hause zu fühlen
Bestes Erlebnis: Weihnachtstag mit der ganzen Familie
Lektion: man kann auf der ganzen Welt gute Freunde finden 

Was ist workaway?

Workaway ist eine Online-Plattform. Leute können sich anmelden, um Arbeit oder Arbeitszeit anzubieten. Die sogenannten Hosts (jene, die Arbeiter suchen) registrieren sich kostenlos. Im öffentlichen Profil wird beschrieben, um welche Arbeit es sich handelt und was dafür geboten wird. Natürlich stellt man sich und sein Heim auch ein wenig vor, dass der Workawayer sich ein Bild machen kann. Meistens erhält man für ein paar Stunden Arbeit am Tag Übernachtung und Verpflegung. Als Workawayer gibt man im Profil an, welche Fähigkeiten man hat und ebenfalls wer man ist und wo man herkommt. Die Nutzung kostet dem Workawayer für 2 Jahre ca. 30 Euro. Also nichts im Vergleich zu work and travel, wo man ein Arbeitsvisum braucht. Dieses benötigt man hier nicht, weil man für seine Leistung nicht finanziell entschädigt wird. Meist wohnt man im Haus der Hosts und wird auch in deren Kreise integriert.

Unsere großartige Kiwi Familie

 

Nach langer Sucherei stießen wir auf Maree, Tom, Annie und Grace. Knapp 5 Wochen würden wir mit ihnen leben. Die 4-köpfige Familie wohnt etwa eine Stunde nördlich von Christchurch in einem kleinen beschaulichen Örtchen. In dem Örtchen findet man ein uriges Pub, ein Café und viele viele Tiere. Jeder Haushalt hier scheint Hühner, Pony´s oder andere Tiere zu besitzen. Im gemütlichen Heim der Familie findet man allerlei, wie zum Beispiel Goose, den deutschen Schäfer und Stella eine junge Jack Russel Hündin. Die Hunde wohnen im Garten, der sich fast um das ganze Haus zieht und viel Platz zum spielen bietet. 3 Katzen wohnen im Haus, darunter Claude, der 19 jährige Kater, der dieses Jahr seinen runden Geburtstag feiert. Bingo und Posch sind die 2 Pferde des Hauses und neben deren Koppel wohnen ca. 40 Hühner. Neben dem großen Vogel-Gehege steht ein gemütlicher Pool und im selbst angebauten Farn-Garten kann man seine Gedanken ziehen lassen. Nahezu die ganze Familie von Maree wohnt in der Nachbarschaft. Ihre Eltern mit etlichen Wallabys, Hunden und Wild und ein paar ihrer Geschwister ebenfalls nur ein paar Häuser weiter.. In jeder Familie gibt es viele Kinder, so kommen bei einem Treff schon mal 30 Leute zusammen, was wunderbar ist. Mittlerweile können wir uns sogar fast alle Namen merken. Unser Zimmer befindet sich an die Garage dran gebaut. Es gibt Bad und WC, eigene Haustür und Zugang zum Garten. Im Garten findet man einige Leckereien wie Himbeeren, Erdbeeren, Marillen und viel weiteres Obst und Gemüse. Der Garten ist bepflanzt mit bunten Rosensträuchern, Bambus und verschiedensten Blumen. Man fühlt sich wohl und jeder hat viel Platz für seine Bedürfnisse.

Unsere Aufgaben

 

Maree ist sehr relaxed, was Zeiteinteilung betrifft. So haben wir es uns angeeignet morgens zwischen 9 und 10 Uhr zu starten und unsere Aufgaben abzuarbeiten. Wir haben 4 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche Arbeitszeit, die wir uns selbst einteilen können. So arbeiten wir an manchen Tage mehr, an manchen weniger. Das Aufgabengebiet umfasst vieles verschiedenes. Angefangen bei der Gartenarbeit; anfangs waren wir viel damit beschäftigt, Holz zu spalten und aufzubauen. Im Garten mussten Rosensträucher geschnitten werden und ein großer Bambusbusch gestutzt. Der Rasen wurde mehrmals gemäht, die Blumen gedüngt. Da Maree auch einen Bienenstock besitzt, wurden auch die Bienenbretter mehrmals gereinigt. Im Haus gab es immer was zu tun, wie die Küche sauber halten, staubsaugen, alles was eben im Haushalt so anfällt. Auch lustige „Arbeiten“ wie backen mit den Kids, Baum klettern oder mit den Hunden spazieren gehen standen auf unserer Liste. Ein paar mal arbeiteten wir auch für die Familie. Zu Weihnachten halfen wir Lynn, das Haus bereit zumachen für die große Feier, ein anderes Mal halfen wir David im Garten. Sehr willkommen waren auch unsere Künste in der Küche. Ebenso für uns eine tolle Beschäftigung, da wir seit zu Hause nicht mehr die Gelegenheit hatten, richtig zu kochen. Unsere Arbeit war also mehr als fair und hat uns Spass gemacht. Wir kümmerten uns um Haushalt und Garten, passten auf Annie und Grace (10 und 11) auf und waren somit sehr in der Familie integriert. 

Ausflüge mit der Familie

 

Maree und Tom haben ein sehr aktives Leben. Neben Maree´s Hundesaloon besitzen die beiden eine Milchfabrik mit mittlerweile 11 Angestellten. Trotz vielen Pflichten wie all die Tiere und Bedürfnisse der Mädchen sind die beiden sehr gelassen. Sie nehmen sich Zeit, Erinnerungen zu gestalten. So sind die 4 begeisterte Camper. Mit ihrem Camper Van geht es ein paar mal im Jahr zu verschiedenen Plätzen. Wir durften sie für ein paar Tage begleiten und hatten eine sehr gute Zeit. Alles wird gemeinsam gepackt, organisiert, erlebt. Auch an Weihnachten fühlten wir uns pudelwohl. Die ganze Familie kam zusammen. Jeder brachte etwas anderes zu essen, so war die große Tafel gedeckt mit wunderbaren Speisen und liebevoll dekoriert. Und Kaiser Schmarren ist ebenfalls ganz gut angekommen, gegessen davon haben jedoch Alex und ich am meisten, mann war der lecker. Nach dem Essen saßen wir gemütlich beisammen im Kreis und hatten Bescherung. Weihnachten wird hier am 25. Dezember gefeiert. Hier ist gerade Sommer, so war die ganze Weihnachtszeit doch eher schräg als weihnachtlich für uns. Nichts desto trotz hatten wir eine tolle Erfahrung an diesem Tag mit vielen lieben Menschen. Als Geschenk bekamen wir 2 Tagespässe für Hanmer Springs. Eine große open air Therme weiter nördlich. An einem regnerischen Tag lösten wir diese ein und relaxten einige Stunden im warmen Thermalwasser. Silvester feierten wir gemütlich zu Hause mit „dinner for one“ und einer Flasche Wein. Feuerwerke sind in Neuseeland rar, da leider an vielen Orten Brandgefahr besteht. Naja, so amüsierten wir uns halt mit ein paar Feuerwerken auf Youtube. Sydney und Dubai wären eine gute Option für Silvester. Wir hatten eines schönes Abends gemeinsames Picknick in den Wäldern Canterbury´s und ein paar schöne Wanderungen in der Gegend. Ohne die Familie wären viele schöne Erinnerungen nicht passiert.

 

Was bringt workaway wirklich?

Viel mehr als wir erwartet hatten. Eigentlich wollten wir anfangs workaway machen, um Geld zu sparen. Nach ein paar Überlegungen, dachten wir uns, vielleicht sollten wir das ganze als große Erfahrung betrachten und gleich mehrere Wochen in das Projekt eintauchen. Und das war eine der besten Entscheidungen überhaupt. Wir lernten nicht nur einiges über das Land und die Leute. Auch sahen wir neue Lebensweisen. Wir lernten, was Herzlichkeit bedeutet, was Offenheit einem bescheren kann. Wir fanden durch Maree und ihre Familie neue Freunde. Wir fühlten uns von Anfang an wie zu Hause und wollen jetzt, wo es sich dem Ende zu neigt, garnicht weiter ziehen. Alles scheint so easy. Man lernt sich kennen, redet miteinander, freundet sich an. Es gibt kein „fremdeln“, die Leute gehen auf einen zu, zeigen Interesse und sind viel offener als man es in Mitteleuropa gewöhnt ist. Es gibt keine Vorurteile. Ein ungeheures Vertrauen wird einem entgegen gebracht. Teils wird nicht einmal die Haustür verschlossen. Jeder ist jederzeit willkommen. Weiters war die Zeit für uns eine willkommen Reisepause in der wir uns trotzdem weiter entwickeln konnten. Wir genossen es, ein wenig Alltag zu spüren. Eine Weile den Rucksack nicht zu beachten tat ebenfalls ganz gut. Nach langer Zeit anständig kochen zu können war für uns besonders, genauso wie unsere Kleider aus dem Kleiderschrank zu holen und nicht aus dem Vakuumbeutel.

Wir werden Maree und ihre Familie auf jeden Fall vermissen und eines Tages hierher zurück kehren. Wir sind sehr dankbar für alles, was wir hier gelernt haben und werden einen Teil von uns hier lassen. Genauso werden unsere neuen Freunde immer einen Platz in unseren Herzen haben und ebenso in Österreich, wenn sie jemals wieder in unser Land reisen.

A view words for our lovely kiwi-family

dear Maree, Tom, Annie and Grace:
Time was going by too fast for us. But this 5 weeks with you have been one of the best expieriences in our life´s. Thank you so much for showing us such an open minded and trusting way of life! We felt as part of your family from the first day on. First we thought it would be most about work, but than it turned out to be much more about beng with you. You told us so many interesting things about your country. You took us to the greatest places! Integrated us in your camping trips. It was so much fun being with you! The girls are just amazing, never knew such well behaved children. We loved to be with them, to play, bake and tree climb! Thank you Tom and Maree for trusting us and be with us. If we ever will come back to new zealand, we´ll definitly come back to your place. We will never forget this wonderful christmas days with you and all the other family members. You can be very proud of the whole family. Such a great bound! We wish you all the best for the future, we wish goose will become old and claude the cat to become 20 :).

For you Annie, all the best for highshool, it´s really a big thing to go the way you do! Stay that clever, as you are, you are really special!

For you Grace, when we see you, we need to smile, you are so funny and sweet! We wish you all the best and many minnion gifts for the future!

And if you guys ever deside to travel to austria – contact us! And if you´ll not deside to come to austria, change your mind! We will always keep a place for you! Thank you for everything, we found a second family away from home.

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