Camping Guide, Neuseeland – Route, Budget & hilfreiche Tipps

Dieser Guide fasst den ersten Teil der Reise zusammen. Und zwar den Teil, den wir mit Mietauto und Camping verbracht haben. Da wir die zweite Hälfte der Zeit bei einer Familie via workaway verbringen und dort ein ganz anderes Budget haben bzw. brauchen werden.

Gesamtzeit: 10. November 2015 – 16. Dezember 2015 (37 Tage)
Distanz: 5.582 Kilometer (31 Tage Mietauto)
Geplantes Budget: 2.100 € (pro Person)
Benötigtes Budget: 2.450 € (pro Person)

# Route nach Regionen

Auckland: 4 Nächte – Airbnb
Mietauto Abholung Auckland City
Northland: 5 Nächte – Camping
Coromandel: 3 Nächte – Camping
Central North Island: 4 Nächte – Camping
Wairarapa: 1 Nacht – Camping
Wellington/Kapiti: 3 Nächte – Camping
Fähre zur Südinsel – Picton
Marlborough Sounds: 2 Nächte – Camping
Abel Tasman National Park: 2 Nächte – Camping
Westküste Südinsel: 3 Nächte – Camping
Queenstown: 3 Nächte – Camping
Central South Island: 3 Nächte – Camping
Mietauto Abgabe Christchurch City
Christchurch: 3 Nächte – Airbnb

# Budget

Tagesbudget – 66€ (pro Person)

Schlafen: 300 €
Airbnb, Campingplätze, Auto

Transport: 740 €
Mietauto für 4,5 Wochen, tanken, Fähre Nordinsel, Fähre Nord-Südinsel

Ausflüge: 700 €
Ungeplanter Skydive, Milford Cruise, Waiheke Island, Luge Run, Wai o Tapu, Te Puia, Hobbiton, Massage, …

Nahrung: 300 €  
Supermarkt, günstige Restaurants

Sonstiges: 200 €
Handy SIM Karte+ Guthaben, Behebungsgebühren, Postkarten, Shopping 

Sonderausgaben: 200 €
Zelt, Schlafsäcke, Matten, Gaskocher, Gaskartuschen, Campinggeschirr, Campingtisch, Lampe, Wasserbehälter, Angel

# Transport

Einen Nissan Traveller 2006 haben wir von Jucy Rentals gemietet. Die Kategorie „el cheapo“ bietet ältere Autos zu einem sehr guten Preis. Das Auto funktionierte tadellos und brachte uns zu jedem Ziel. Vorteil an einem Auto, dass man selbst über steile Schotterstraßen bis zu den verstecktesten Plätzen kommt, wo für einen Camper bereits Schluss ist. Und im Zelt ist es ziemlich gemütlich. Nur wenn es regnet oder ein Sturm aufzieht, kann es im Camper doch kuschliger sein. Man sollte abwägen, was einem wichtiger ist. Comfort oder Freiheit.

In den Städten vor und nach der Automiete waren wir mit dem Bus unterwegs. Das System funktioniert ähnlich wie bei uns, easy und übersichtlich. 

# Schlafen

Die ersten und letzten Nächte verbrachten wir in Auckland und in Christchurch via Airbnb. Hostels sind relativ teuer und Airbnb gefiel uns von Anfang an sehr gut. Während der Camping Zeit schliefen wir in Zelt und Auto, je nach Wetter. Auf den DOC Campingplätzen, die ich im ersten Camping-Blog erklärt habe. Zwischen durch gönnten wir uns immer wieder mal einen Holiday Park. Hier ist die Lage zwar nicht sehr schön, aber es gibt heiße Duschen, Gemeinschaftsküchen und ab und an mal Wlan. 

# Essen

Da wir relativ gut ausgestattet waren, was die Camping-Küche betrifft, kochten wir uns lecker Gerichte. Von Gulasch, über Reispfanne bis hin zum selbst gefangenen Fisch war so einiges dabei. Abends gab es eine warme Mahlzeit und morgens entweder Eier oder Müsli mit frischen Früchten und Joghurt. Uns ging es sehr gut.

Ab und an gingen wir auch mal essen, zum Großteil kochten wir jedoch selbst. Alle paar Tage kauften wir ein und planten ein wenig die nächsten Tage. Somit verbrauchten wir alles und nichts mussten wir wegschmeißen. 

# Backpacker taugliches Land?

Budget:
Den größten Teil unseres Budgets verschlangen Automiete und Ausflüge. Wie es preislich beim Reisen mit dem Bus aussieht, wissen wir leider nicht. Was Ausflüge betrifft, in Neuseeland kann man sich richtig ausbrennen. Man bezahlt für alles und nicht zu wenig. Es sollte gut überlegt sein, was man sehen und erleben will und auf was man verzichten kann. Es gibt Aktivitäten im Überfluss und wenn man einfach drauf los bucht, kann das das Budget sprängen. Zum Ausgleich übernachteten wir auf günstigen Campingplätzen und ernährten uns hauptsächlich vom Supermarkt.

Einfach:
Egal ob man selbst fährt oder einen Bus für die Reise mietet. Neuseeland ist generell sehr einfach zu bereisen. Das Land bietet extrem viel Service für den Tourismus und das Volk ist hilfsbereit. Somit ist das Reisen selbst für den orientierungslosesten Traveller ein Klacks. Und Campingplätze gibt es in Hülle und Fülle. 

Essen:
Neuseeland bietet nichts speziell Neuseeländisches. Meeresfrüchte gibt es zu Hauf und sehr lecker. Ein großer Anteil der Bevölkerung ist asiatisch, somit gibt es etliche Japaner, Chinesen und Thai Restaurants. Ebenfalls mit sehr guter Qualität.

Die Supermärkte sind relativ teuer, es lohnt sich Preise zu vergleichen und Angebote zu suchen. Auch wenn dies vielleicht ein wenig länger dauert.

Kontraste:
Die gibt es alle paar hundert Kilometer. Schon alleine on the road ist es Abenteuer pur. Es wird bestimmt nicht langweilig auf der Reise. Schon gar nicht, wenn man es liebt zu wandern. Wanderwege gibt es überall, ebenso Radwege, Aussichtspunkte und Wasseraktivitäten.

Sicherheit:
Das einzige, auf das man in Neuseeland aufpassen sollte, ist sein Auto. Da so viele Camper unterwegs sind, werden ihre fahrbaren Heime gerne geknackt und ausgeräumt. Das Problem wird leider immer größer. Daher ist ein älteres Auto schon mal von Vorteil. Noch besser ist es, wenn nicht in Riesen Leuchtschrift die Mietfirma draufsteht.

Alex und ich haben immer unsere wichtigsten Dokumente, Karten etc. mit ins Zelt genommen und das Handschuhfach im Auto offengelassen. Somit zeigt man den Dieben, dass es nichts zu stehlen gibt. Wir hatten nie Probleme, jedoch des Öfteren davon gehört.

Ansonsten ist das neuseeländische Volk sehr freundlich und hilfsbereit.

Sprache:
Ja das Thema Sprache ist ein etwas trauriges Thema hier. Es sind ununterbrochen ca. 500.000 deutschsprachige Menschen im Land. Von 4,5Mio. Ehrlich gesagt kann man hier ebenso deutsch wie englisch sprechen. Des einen Freud, des anderen Leid, man fliegt ja nicht soweit weg um sich wie zu Hause zu fühlen nicht war? Man möchte ja auch die Sprache lernen und nutzen.

Wetter:
In Neuseeland muss man für wirklich jedes Wetter gewappnet sein. Wir hatten teils extremen Wind im Norden und viele Regenschauer. Auch ein paar ganze Regentage. Wenn jedoch die Sonne rauskommt, sollte man sich gut schützen, da die Ozonschicht sehr dünn ist und man schnell einen Sonnenbrand bekommt. Nachts ist ein dicker Schlafsack von Vorteil. Die Temperaturen sanken schon mal auf 10 Grad herunter. Bibber.

Aber wenn dann mal ein schöner Tag ist, kann man die Pracht des Landes kaum fassen. 

# Gut zu wissen


– Es gibt einige wenige Toll Roads in Neuseeland. Man muss eine kleine Gebühr zahlen, diese befahren zu dürfen. Man kann aber auch eine Alternative Straße fahren, es gibt Hinweis Schilder vor den besagten Toll Roads
– Great Walks (Milford, Keppler Track etc.) UNBEDINGT im Voraus buchen, wir wollten den Milford Track gehen und fanden heraus, dass dieser für das ganze nächste Jahr ausgebucht war
– Genug Zeit für Neuseeland einplanen, lieber ein paar Monate mehr sparen und dafür ein paar Wochen länger auf der Insel. Auch die Distanzen sind relativ weit
– Ein Autokauf lohnt sich bereits ab ein paar Wochen, wenn man zu zweit ist. Meistens günstiger als Miete und man bekommt am Ende noch etwas Geld zurück. Zum Vorteil kennt man sich ein wenig aus mit Autos
– Camping ist auf jeden Fall der bessere Weg, um die Natur zu erleben. Denn die Natur selbst ist das größte Highlight des Landes
– Camping Equipment kann man günstig online über „trade me“ kaufen und verkaufen. Wir verkauften unser volles Equipment gleich nach ein paar Stunden zu einem guten Preis. Second-Hand Läden geben einen Bruchteil vom Preis!
– Wird es eng mit dem Geld, kann man ganz easy über wwoofing oder workaway sparen. Wir arbeiteten 5 Wochen via workaway – 4 Stunden Arbeit an 5 Tagen/Woche gegen Unterkunft und Verpflegung. Hunderte Familien und Farmen bieten dies auf einer Internet-Plattform an
– Viel Land auf den Inseln gehört den Maori. Man sollte dieses Land stets respektieren und nirgends herumspazieren, wo es nicht gestattet ist. Maori sind sehr sensibel, was deren Land betrifft und können einen schon mal vertreiben, wenn man ihre Regeln nicht befolgt

# Fazit

Neuseeland war eines unserer wunderbarsten Abenteuer. Das Land hat Charme, Natur, freundliche Menschen und eine fantastische Kultur. Die Tierwelt ist ganz individuell. Das Wetter war nicht immer auf unserer Seite, so sollte man sich im Vorfeld gut ausrüsten!

Genug Zeit braucht es, das Land und seine Eigenheiten kennen zu lernen. Wir haben Neuseeland in unser Herz geschlossen und werden ganz bestimmt eines Tages zurückkehren.

Wir hoffen, ihr konntet einige Infos für euch finden, für Fragen sind wir jederzeit da und freuen uns darüber.

Alle Preise gelten als Richtwert
1 NZD = ca. 0,60 EUR – Stand Winter 2015/16

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