Hobbiton, Neuseeland – 9 skurrile Wahrheiten über das Auenland

Befinden: beeindruckt, amüsiert & verzaubert
Erfrischend: Ein kühles Bier im „the green dragon“
Lektion: in Filmen wird viel mehr gezaubert und getrickst als man denkt

Hobbiton. Der Ort an dem viele Szenen für die Trilogien von „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ gedreht wurden. Der Ort an dem Bilbo, Frodo, Sam & Co leben. Das Auenland. Es liegt im Zentrum der Nordinsel Neuseeland´s auf einer ca. 100 Hektar großen Schaffarm Namen´s „Alexander Farm“.

Wir besuchten das Filmset an einem sonnig warmen Tag und ließen uns an den bunten Hobbit-Höhlen vorbeiführen. Gemüsegärten und Blumenbeete sind liebevoll angesät. Hobbitkleidung hängt an einer Wäscheleine vor den kleinen Hobbit-Türen. Alles wurde so hinterlassen, wie man es für den Dreh brauchte. Viele Requisiten wie Fische am Räucherhaken, Holz zum Hacken oder Schubkarren stehen in den winzigen Gärten herum. Laternen zieren die Wege, kleine Bäche fließen an den grünen Hügeln hinunter. Nach der Tour genossen Alex und ich ein kaltes Bier in der urigen Filmbar „the green dragon“.

Obwohl sich die verwinkelten Erdwege bereits mit vielen Besuchern füllten, konnten wir doch einen guten Eindruck gewinnen. Wir fanden etliche lustige wie skurrile Fakten über den Dreh heraus. 

Und die 9 skurrilsten Fakten sind:

– Als Peter Jackson bei Alexander klopfte, um ihn wegen des Drehortes zu fragen, schaute dieser gerade Rugby. Es war ein wichtiges Spiel, und normaler weise würde Alexander nicht vom TV aufstehen. Doch zu seinem Glück machte er dieses Mal auf. Zu Peter Jackson´s und zu seinem eigenen Glück.

– Über Bilbo Beutlin´s Haus steht ein großer Baum. Dieser Baum ist nicht echt. Er wurde extra für den Dreh erschaffen. 200.000 Blätter wurden per Hand an die Äste angebracht. 2 Mitarbeiter arbeiteten etwa 2 Monate daran. Die Blätter waren Nachbau einer taiwanischen Baumart. Den Baum konnte man im Film ganze 6 Sekunden lang sehen.

– Im Buch von „Herr der Ringe“ sitzen Hobbits unter einem Zwetschgenbaum. Diese Bäume waren jedoch zu groß. Die Hobbits würden im Film nicht klein genug wirken. Man brauchte also kleine Zwetschgenbäume. So wurden Äpfel- und Birnbäume gepflanzt und mit Zwetschgen und deren Blättern versehen.

– Hinter den 44 Hobbit-Türen verbirgt sich eine Wand. Es gibt keine Räume dahinter. Sieht man im Film eine Szene, die in ein Hobbit-Haus hinein filmt, so schaut man eigentlich auf einen Monitor. Die Szenen wurden im Studio in Wellington gedreht.

– Für den Größenunterschied zwischen Menschen und Hobbits gibt es Requisiten mit 60, 90 und 100 % Größe. Auch verschieden große Hobbit-Türen gibt es.

– Tausende Schafe leben auf der Alexander Farm. Peter Jackson fand, sie seien zu süß für den Film und ersetzte sie durch schwarze und braune Schafe. Die weißen durften nur über den Zaun zu sehen.

– Die Army baute für das Filmset 3 Kilometer Straße quer durch die große Farm und auch die Steinbrücke, die über den kleinen See führt.

– Im ersten Teil „Herr der Ringe“ feierten die Hobbits Bilbo´s 110. Geburtstag. Der Dreh der Partynacht dauerte 3 Nächte zu je 3 Stunden. Die Szene, wo Bilbo seine Torte präsentiert, wurde im Studio gefilmt. Dazu wurde der unterste Teil eines Baums im Hintergrund, der zu sehen war, nachgebaut und im Studio verwendet.

– Ebenfalls im ersten Teil sitzen Gandalf und Bilbo Pfeife rauchend beim Sonnenuntergang. Dies war jedoch in Wirklichkeit ein Sonnenaufgang. Da der Untergang auf der anderen Seite der Farm war, wurde kurzer Hand früh morgens für eine Abendszene gedreht. Der Sonnenaufgang wurde rückwärts abgespielt und tadaaa.. Fertig war der Sonnenuntergang.

 

Es ist unglaublich, mit welchen Mitteln in Filmen getrickst werden kann.

Wir haben viel gelacht und gestaunt. Im Nachhinein sind wir von „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ genau so begeistert wie vorher, vielleicht sogar noch etwas mehr.

Ein Ausflug nach Hobbiton lohnt sich auf jeden Fall. Es ist bunt, schön und man bekommt eine Vorstellung, wie es denn während des Dreh´s so zu ging im Auenland.

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