Machu Picchu, Peru – Über den Salkantay Pass zur berühmtesten Inkastadt der Welt

Company – Preis – Leistung

First of all: Unbedingt in Cusco direkt buchen! Es gibt unzählige Ausflugsbüros und jeder will der bessere Anbieter sein. Nach ein paar Vergleichen buchten wir bei „Peruvian Wonder“. Mit Studentenrabatt bezahlten wir für unsere 5 Tägige Tour (6. Tag ohne Guide) 150€. Ohne Rabatt hätte der Trip 220€ gekostet. Ein wirklich gerechtfertigter Preis. Online sahen wir die gleichen Touren ab 500€. Im Preis inbegriffen waren zwei (gebrochen) englischsprachige Guides, 3 Mahlzeiten am Tag, ein Zelt für 2, Matten und der Transport von und nach Cusco zurück.

Natürlich hatten wir auch den Eintritt zum Machu Picchu dabei, hier immer nachfragen, was alles inkludiert ist. Ggf. kann man sicher handeln!
Einen Schlafsack mieteten wir uns für ca. 8€, Ausrüstung wie Walkingsticks und warme Kleidung kauften wir noch bei einem der unzähligen Outfitters in Cusco.

Und Cocablätter durften auch nicht fehlen! Zur besseren Sauerstoffaufnahme in hohen Gebieten sind diese Blätter gold wert.
Wasser kann man entweder von den Bergflüssen entkeimen oder überteuert bei dem Camps kaufen. Snacks wie Powerriegel und Nüsse hatten wir selbst dabei.

5Kg konnte man von seinem Gepäck bis zum 3. Tag abgeben, diese wurden von den Packpferden mitgetragen.
Die Gruppe bestand aus 12 Mitgliedern und 2 Guides. Es war eine gemütliche Runde, tagsüber gingen wir meist sehr verteilt, da jeder seinem eigenen Tempo folgte und die Landschaft für sich genoss. 

Nun kommen wir zum Ablauf der Trekkingtage…

Tag 1 Von Mollepata nach Soraypampa
Befinden: Neugierig. Motiviert. Voll Energie.
Kilometer: 19 – Stunden unterwegs: 8

 

 

Nach einem verschobenen Tag ging es endlich los. Um 05:30 Uhr wurden wir mit einem Minibus vom Hostel in Cusco abgeholt und mit einigen weiteren Leuten in 3 Stunden Fahrt nach Mollepata gebracht. Der Ausgangspunkt des Treks. Wir wurden in unsere Gruppen eingeteilt, bekamen noch ein Frühstück im peruanischen Ambiente und lernten unsere Guides kennen. Ivan hieß unser Anführer. Der zweite Guide schloss die Gruppe ab und passte auf, dass niemand den Anschluss verlor. Unsere Gruppe war multikulturell. Brasilien, Spanien, USA, England, Deutschland und wir aus unserem kleinen feinen Österreich waren dabei. Die Pferde wurden bepackt und schon waren wir unterwegs. Hoch hinauf, anfangs über üppige Wiesen und saftig grüne Hügel. Der Weg war teils sehr steil und im wahrsten Sinne atemberaubend. Über Serpentinen entlang an einem Wasserlauf wurde die Aussicht immer schöner. Bereits von hier konnte man den Gipfel des über 6.000 Meter hohen Salkantay erspähen, der uns später noch einige Kräfte rauben wird. Die Sonne schien, das Atmen fiel schwer. Die Vegetation war dicht, der Weg wurde immer steiniger. Ab und an kamen wir an ein paar Kühen vorbei, überquerten Bäche und passierten kleine Wasserfälle mit erfrischend kaltem Trinkwasser. Bei der ersten Pause bedankten wir uns mit einem Ritual bei den 3 wichtigsten Bergen, dass wir diesen Weg gehen durften. Dafür bekam jeder 3 Blätter. Diese galten dem Machu Picchu, dem Salkantay und dem Humantay. Natürlich wird hier auch Pachamáma geschätzt und geehrt – Mutter Erde. Somit werden die 3 Blätter unter einen Stein gelegt und man darf sich etwas wünschen. Sei es Tradition oder Touristenshow – wir fanden es sehr schön als sich der Guide auf Quechua bei Pachamáma bedankte. Das ist die Sprache der Inka.

Nach einem langen Tag mit viel gekautem Coca erreichten wir das erste Camp. Die Zelte waren bereits für uns aufgebaut, wir brauchten nur hinein zu fallen. Hier trafen sich alle Gruppen, die Pferde und die Guides. Ein nettes Camp mit Planenverschlägen als Windschutz für die Zelte. In kleinen Holzhütten wurden von den Köchen die leckeren Mahlzeiten zubereitet. Es ist schon faszinierend, was diese jeden Tag an Essen hervorzauberten. Man bedenke, dass alle Lebensmittel ebenso mitgetragen werden müssen. Nach einer Pause konnte man noch einen See besuchen, der auf ca. 4.200 Meter lag. Mein Kopfweh, dank der Höhe, ließ mich schlafen und Energie sparen für den nächsten Tag. Alex und etwa die Hälfte unserer Gruppe wanderten auch den letzten Weg noch bis zum See und retour. Es muss wunderbar gewesen sein.Nach einem warmen Abendessen mit Suppe als Vorspeise und ein wenig Kennen lernen der Gruppe fielen wir alle erschöpft und zufrieden in unsere Schlafsäcke.  

Tag 2 Von Soraypampa nach Chaullay über SALKANTAY PASS 4.630 Meter
Befinden: Motiviert. Überwältigt. Schweissgebadet. Stolz.
Kilometer: 21 – Stunden unterwegs: 10

 

Dies sollte der anstrengendste Tag unseres Treks werden und ebenso der überwältigendste. Um 05:00 Uhr wurden wir mit einer Tasse Cocatee, die uns ins Zelt gebracht wurde, geweckt. Nach einem kräftigendem Frühstück machten wir uns bereit und brachen gegen 06:00 Uhr auf. Die erste Stunde war noch ganz in Ordnung. Immer wieder ging es bergauf und dann wieder gerade über Schotterwege und Bachläufe. Wir genossen die Ruhe und freuten uns über ein wildes Chinchilla, dass unseren Weg querte. Die Landschaft war unglaublich. Zwischen den gigantischen Bergen führte uns unser Weg immer weiter Richtung Salkantay. Dieser ragte während des ganzen Weges mit seinem Schnee bedecktem Gipfel hinter den anderen Bergen hervor. 2 Stunden ging es dann über Felswege nonstop steil bergauf. Für die Pferde gab es einen anderen Weg, da die Gefahr eines Steinrutsches nicht ganz ohne war. Auch Musik hören wurde auf diesem Weg verboten. Zu groß sei das Risiko, herunter rollende Felsbrocken zu überhören. 2 unserer Gruppe stiegen bereits an diesem Tag auf die Pferde um. Für uns war klar, dass dies nicht in Frage kommt. So quälten wir uns Schritt für Schritt zwischen den großen Felsen immer weiter nach oben. Die Walkingsticks in den Boden gestemmt, die Zeiten zwischen den Pausen wurden immer kürzer, die Luft immer dünner. Es war, als würde der Weg nicht mehr enden. Und plötzlich war der Pass zu erkennen. Andere Gruppen saßen bereits oben und freuten sich. So bissen wir die letzten paar hundert Meter noch einmal ordentlich die Zähne zusammen und dann war es soweit. Wir erreichten unseren höchsten Punkt. Den Salkantay Pass auf 4.630 Meter. Der Gipfel schien zum Greifen nahe. Die Überwältigung war derart groß, dass ich fast ein paar Tränen verlor. Total ausser Atem und sprachlos setzten wir uns auf den Boden und versuchten zu realisieren, was wir soeben geschafft hatten. Vor Freude umarmten wir uns. Dieser Moment wird für immer einer der größten sein. Alle Leute waren ruhig, genossen den Moment. Man konnte das Knirschen am Gletscher hören, bevor sich ein paar Eisbrocken lösten und zu Boden krachten. Wiederholt bedankten wir uns bei Pachamáma, diesmal vielleicht sogar mit mehr Überzeugung und Dankbarkeit. Nach einer guten Weile hatten wir wieder volle Energie und machten uns stolz auf den Weg, bergab. Ein Kondor verabschiedete uns, zog seine Kreise durch die Lüfte. Ein kleines Highlight obendrein. Jeder ging den Weg für sich. Voll Freude, Zufriedenheit und Begeisterung. Die Erleichterung war in der ganzen Gruppe zu spüren. Über weitere wunderbare Wege ging es stetig bergab bis zu unserem Lunchpoint. Raus aus den Schuhen und einmal in der Sonne liegen, während wir auf das Essen warteten. Ich hatte meine ersten Blasen zu verbinden. Dies war mir jedoch in diesem Moment noch ziemlich egal. Erst nach dem Lunch, als wir noch einige Stunden in ziemlichem Eiltempo den steinigen, rutschigen Weg hinunter eilten, fingen die Schmerzen an. Die Füße brannten, ich spürte, wie sich die Blasen vermehrten. Immer weiter kamen wir Richtung Dschungel und somit auch Richtung Moskitoland. Dies sollte jedoch noch ein viel größeres Problem werden. Jeder war froh, als wir nach Geröll und wackeligen Hängebrücken beim 2. Camp ankamen. Schmerzerfüllt zog ich langsam meine Schuhe aus und gönnte meinen Füßen Luft und Ruhe. Auch Alex war erschöpft, gemeinsam waren wir stolz auf uns und genossen eine belohnende Flasche Bier. In gemütlicher Runde saßen wir beim Abendessen, hatten lustige Gespräche und die Gruppe war viel vertrauter als am ersten Tag. Mit ca. 30 Moskitos im Zelt und 8 gezählten Blasen fielen wir auch an diesem Tag wie Steine in unsere Schlafsäcke. 

Tag 3 Von Chaullay nach Santa Teresa
Befinden: Motivation? Nö. Schmerz. Müde. Durchhalten.
Kilometer: 13 – Stunden unterwegs: 5

 

Schmerzen. Bei jedem Schritt. Der 3. Tag war für mich der schlimmste, wobei es für Alex der erste war. Es ging knapp 5 Stunden ununterbrochen steil bergab. Wiederholt rutschig steiniger Weg, staubig und uneben. Alle kämpften sich immer weiter Richtung Ziel. Wir machten einige Pausen mehr als sonst, darum war ich schon dankbar. Die Schmerzen wurden fast unerträglich, die Blasen rissen alle auf, es brannte wie Feuer. Nachdem wir die 5 Stunden hinter uns brachten, fuhren wir ein Stück von La Playa nach Santa Teresa mit einem Bus. Angekommen im Camp, hatten wir die Möglichkeit, in natürlichen warmen Quellen zu baden. Na das hörte sich doch nach einer wahren Belohnung an, davon abgesehen, dass die Moskitos hier fast nicht auszuhalten waren. Bevor einige unserer Gruppe und wir mit einem weiteren Minibus zu den Hot Springs fuhren, kaufte ich mir billigste Flip Flops und tausend Pflaster. Ich konnte in den Schuhen nicht mehr laufen. Bei den Hotsprings angekommen gab es 3 verschiedene Pools mit unterschiedlicher Temperatur. Wir wählten den mittleren mit ca. 35 Grad und humpelten hinein (Gabriela aus der Gruppe humpelte genauso wie ich). Es war wunderbar. Der Boden aus natürlichem Kies, die Pools direkt an der Bergwand. Eine grandiose Location. In den natürlichen Wasserfällen, heiß und kalt, gönnten wir uns die erste Dusche in diesen Tagen. Danach genossen wir ein kühles Bier, bevor wir zurück zum Camp fuhren, um Abend zu essen. Der Abend endete mit ein paar lustigen Runden Karten Spielen mit der Gruppe, Inka- Tequilas und Bier. In dieser Nacht schlugen die Moskitos so richtig zu. Da die Guides die Zelte offen ließen nach dem Aufbau, warteten die Mistviecher sozusagen schon auf uns. Alle sahen wir am nächsten Tag mehr oder weniger aus, als hätten wir die Masern oder Krätze. Und es juckte unerträglich. 

Tag 4 Von Santa Teresa nach Aquas Calientes
Befinden: Füße kaputt. Körper zerstochen. Schmutzig. Kraftlos. Und trotzdem lustig.
Gegangene Kilometer: 11 – Stunden unterwegs: 4 

 

Die Gelegenheit, mit ein paar Ziplines von Berg zu Berg zu schweben und ein Stück der Strecke mit dem Bus zu fahren war einfach zu verlockend. Für die meisten der Gruppe. Am morgen wurden wir abgeholt und fuhren gleich zur Zipline Station um unsere Ausrüstung zu bekommen. Viele andere Leute waren ebenso dort. Es war ein Riesen Spass. Die Qualität in Peru unterscheidet sich doch schon ein wenig von Österreich. Etwas skeptisch waren wir anfangs, als es hieß, bitte selber bremsen mit einem Ledereinsatz am rechten Handschuh. Echt jetzt? Okaaay… Aber alles halb so schlimm, wir schwebten einzeln, gemeinsam und sogar wie ein Kondor fliegend über den Abgrund. Dieses Gefühl der Freiheit ist unbeschreiblich. Es gab auch eine Hängebrücke, über die sich Alex wagemutig hinweg tastete. Über schmale Latten, wo fast der Schuh nicht Platz hat, teilweise einen halben Meter auseinander. Ich blieb dann doch lieber bei der Zipline.

Den restlichen Weg von Hydroelectrica nach Aguas Calientes konnte man entweder mit dem Zug fahren oder ca. 3 Stunden den Schienen entlang wandern. Eigentlich erschien mir der Zug schon sehr sympathisch, jedoch entschlossen sich alle fürs Wandern und so nahm auch ich meine Walkingsticks noch einmal in die Hände. Trotz schmerzender Füße und lästigen Moskitos (die waren hier die Krönung am Wasser), wanderten wir und genossen die wundersame Landschaft. Die alten Schienen führten durch grüne Wälder, entlang einem schönen Fluss, indem ich und eine weitere aus der Gruppe zwichendurch ein erfrischendes Bad nahmen. Alex war wiedermal, wie so oft in diesen Tagen im Fotoparadies. Waren es vielleicht sogar die meisten Motive in diesen Tagen? In dieser Nacht schliefen wir das erste Mal in einem Hostel, in einem gemütlich warmen sauberen Bett, sogar mit heißer Dusche. Alle waren wir froh, dass wir endlich am nächsten Tag unser Ziel erreichen würden. Haben wir doch schon einiges auf uns genommen, um hier her zu kommen. 

Tag 5 Von Aquas Calientes nach Machu Picchu
Befinden: Erleichtert. Begeistert. Stolz. Müde.
Kilometer: nicht schätzbar – Stunden unterwegs: 12

 

Endlich war es soweit. Ich hatte mich am Vortag dazu entschlossen, das letzte Stück mit dem Bus hoch zu fahren. Viele werden jetzt denken, „was? Das letzte Stück mit dem Bus??“ Ja! Und es war eine gute Entscheidung. Meine Füsse hätten es nicht mehr geschafft, hatten wir noch einen langen Weg vor uns. Alex packte die über 1000 Stufen und ca. 4,5km noch mit seiner Kraft. Ziemlich gleichzeitig kamen wir am Eingang an um ca. halb 7. Schweißgebadet sah ich Alex die letzten Stufen hochsteigen. Ich war extrem stolz auf ihn und die beiden anderen aus der Gruppe. Einige fuhren ebenso mit dem Bus. Hunderte Menschen warteten bereits, um endlich den Eingang zu passieren. Wir warteten zusammen auf den Guide. Dieser gab eine ca. 2 stündige Führung durch einen Großteil der Inkastadt. Ich beschloss, meine eigene Tour zu machen. Wir haben so viel dafür geschwitzt, hier her zu kommen. Nun wollte ich den Augenblick auch so viel wie möglich genießen. Alex und ich setzten uns nach einigen Steintreppen, oben am Aussichtspunkt angekommen, auf einen Fels und bewunderten den Ausblick. Diese Inkastadt ist überwältigend. Riesen Terassen säumen die zerfallene Stadt, einige Lamas grasen auf den Wiesen. Der Waynapicchu ragt prächtig hinter der Ruinenstadt hervor. Wir hatten das Glück, dass es noch ziemlich leer war. So saßen wir eine Weile, bis die Tour los ging. Alex ging mit der Gruppe, ich für mich alleine. Später trafen wir uns wieder und spazierten gemeinsam durch die Ruinen. Ein tolles Gefühl, wenn man weis, man ist nicht nur mit Auto und Bus hierher gekommen. So gewann der Besuch noch viel mehr an Besonderheit. Es gibt viele verschieden Tempel und Wohnbereiche. Die Inkas müssen die Steine, aus denen sie ihre Tempel errichteten, aus den Bergen herausgearbeitet haben. Teilweise ihre Unterschlüpfe in den Berg hineingebaut. Die, mit Felsen gebauten Wände schnurgerade. Zwischen den Felsen besteht teilweise nicht einmal ein Millimeter Zwischenraum. Mit einem Meissel aus härterem Stein wurden die Felsen perfekt aneinander angepasst. Viele Wände sind schräg zusammengebaut, somit waren die Gebäude besser geschützt gegen Erdbeben. 700 Inkas sollen hier gelebt haben, die Terassen wurden als Anbaufläche für verschiedene Gemüsearten genutzt. Während meiner Erkundungstour entdeckte ich eine ganze Chinchilla Familie zwischen den Felsen. Ich genoss die Zeit genauso wie Alex. All der Stress fiel ab, uns wurde bewusst, wir hatten es geschafft. Glücklicherweise hatten wir auf eigene Faust eine 2. Nacht in Aguas Calientes gebucht. So konnten wir bis am späten Nachmittag am Machu Picchu bleiben und erst am nächsten Tag zurück nach Cusco reisen. Nach einer Weile zogen Wolken auf, die Ruinenstadt wurde eingehüllt in mystischem Nebel. Ein göttliches Bild, unvergesslich. Am Abend gingen wir in ein gutes Restaurant essen mit 2 anderen aus der Gruppe. Ein gemütlicher Abend als Ausklang für unseren Trek.

Tag 6 Von Aquas Calientes nach Hydroelectrica
Befinden: Füße heilen. Körper juckt. Kleidung schmutzig. Alles stinkt.
Kilometer: 11 – Stunden unterwegs: 3

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Mit einem leckeren Frühstück aufs Zimmer starteten wir gestärkt in unseren letzten Trek in Peru. 3 Stunden treckten wir zurück zum Bus nach Hydroelectrica. Wieder gemeinsam mit unseren neuen Freunden aus der Gruppe, Eva und Alexander. Der Weg kam uns diesmal viel leichter vor, wir waren schneller und das Wetter war angenehm. Nur die Moskitos ließen natürlich nicht vergessen, dass es sie gibt. Wir freuten uns, im Bus ein wenig Schlaf zu bekommen, die Fahrt würde ca. 6 Stunden dauern. Oh, sagte ich Schlaf?

Kein Schlaf. Überhaupt kein Schlaf. Die Fahrt glich einem Höllentrip. Das erste Stück entlang einer schmalen Bergstraße mit hunderten Metern tiefem Abgrund. Es war kalt, die Straße voller Schlaglöcher. So quälte sich der Fahrer mit dem Minibus über die Bergstraßen. Wir waren denke ich alle froh, als normale Straßen kamen. Vorbei an Gletschern und kleinen Dörfern wurde die Begeisterung über die Landschaft doch wieder geweckt. Müde und erfroren kamen wir in Cusco an. Wir holten uns noch etwas zu essen und packten danach noch fleissig um, da wir am nächsten morgen weiter reisen würden nach Puno.  

Fazit?

Als Fazit würde ich sagen: Der Trip war eine der größten Herausforderungen, die wir bisher gemeistert haben. Es war anstrengend, kräfteraubend und teilweise sehr schmerzhaft und kalt. Aber genau für diese Strapazen bekamen wir als Belohnung unglaubliche Landschaften, neue Erkenntnisse und ich denke, dieses Erlebnis hat Alex und mich noch mal mehr zusammen geschweißt. Würde ich den Machu Picchu noch einmal besuchen, würde ich wieder hin trecken. Dieser Stolz und die Überwältigung sind einfach unbezahlbar.
Der Salkantay Trail ist mindestens genauso beeindruckend, wie Machu Picchu selbst. Er wurde von National Geografics als einer der 25 schönsten Trails der Welt gekürt, zurecht!

Im Gesamten waren wir mit der Tour sehr zufrieden, wenn auch die Kommunikation mit dem Guide manchmal nicht so ganz hinhaute. Wir lernten super Leute kennen und fühlten uns doch gut aufgehoben.

Somit empfehlen wir jeden, diese Erfahrung zu erleben!

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