Kuba Guide – Route, Budget & hilfreiche Tipps

Gesamtzeit:                22. Juli 2015 – 20. August 2015 (29 Tage)
Geplantes Budget:     1.000€
Benötigtes Budget:    1.060€

# Route

Havanna: 3 Nächte – Hotel
Varadero: 2 Nächte – Hotel
Rancho Luna: 6 Nächte – Hotel
Cienfuegos Stadt: 3 Nächte – Casa Particulares
Trinidad: 3 Nächte – Casa Particular
Havanna: 2 Nächte – Casa Particular
Viñales: 9 Nächte – Casa Particulares 

# Budget

Tagesbudget – ca. 35€ (pro Person)
Schlafen: (Casa Particulares, billige Hotels) – 480€
Transport: (Viazul Busse, Taxis) – 140€
Essen: (Casas, Paladares, Restaurants, Shops, Stände) – 280€
Ausflüge, Tauchen: (Wandertour Trinidad, 2 Tauchg. Cienfuegos, Santo Tomás) – 90€
Sonstiges: (Touristenkarte, Behebungsgebühren, Internetzugang…) 70€
Sonderausgaben (nicht im Budget berücksichtigt, weil Ausnahmefälle):
Paket nach Österreich 80€

 # Transport

Innerhalb der touristischen Gebiete kann man wählen zwischen Taxi, Pferdekutsche, Bus oder Bicitaxi (Dreirad Taxi). Da wir Mitleid mit den Pferden hatten, Bicitaxi relativ langsam ist und Bus zu unflexibel, fuhren wir die meiste Zeit mit inoffiziellen Taxis. Für eine Fahrt im Oldtimer muss man mit ca. 1€ pro Km rechnen. Sie stehen überall bereit und fahren auch längere Strecken. Wir hatten uns immer im Vorfeld auf einen Preis geeinigt (unbedingt handeln!), hat immer funktioniert und die alten Gefährte waren schon ein wenig abenteuerlich.

Längere Strecken bzw. von Stadt zu Stadt fuhren wir im Viazul Bus. Das sind Busse für Touristen, die alle größeren Städte anfahren. Für eine Fahrt von 4 Stunden bezahlt man ca. 13€. Die Busse sind komfortabel und klimatisiert, man muss nur unbedingt einen oder besser 2 Tage im Voraus die Tickets kaufen oder reservieren, da die Busse schnell voll besetzt sind. Es gibt auch noch die Möglichkeit von Sammeltaxis. Meist gleicher Preis wie Viazul geteilt durch die Mitfahrenden.

# Schlafen

Hotel
ca. 25€-30€ p.P. kosteten die Hotels in denen wir schliefen. In den Hotels übernachteten wir bevor wir die Casa Particulares kennen lernten. Die Zimmer waren ok, meist etwas schimmelig, das Personal oft demotiviert und manchmal unfreundlich und vom Essensangebot darf man sich nicht zu viel erwarten. Die Räume waren immer sauber aber nicht sehr gemütlich. Wenn man sich ein Hotel bucht auf Kuba, sollte dieses im oberen Sternebereich liegen für einen Urlaub beispielsweise.

Casa Particular
ca 10€-15€ p.P. In den Privathäusern wird fast immer Frühstück und Abendessen zu sehr guten Preisen und Wahnsinns Qualität angeboten. Die Zimmer sind schön, sauber und verfügten bei uns immer über Klima und eigenes Badezimmer. Manchmal sogar Kühlschrank. Wenn man Glück hat, auch über eine gemütliche Dachterasse. Man kann auf der Terasse oder im Patio relaxen und sich mit den Gastgebern unterhalten. Wir ziehen ein Casa unbedingt einem Hotel vor. Fast jeder Kubaner vermietet ein Zimmer (in Havanna gibt es über 3.000), man kann spontan hin gehen, fragen ob ein Zimmer frei ist, es begutachten und dann buchen oder auch nicht, reservieren sollte man jedoch Casas, die in Reiseführern empfohlen werden, da diese oft belegt sind.

Couchsurfing
ist hier leider nicht möglich, da diese Variante des Wohnens auf Kuba verboten ist und generell währen Buchungen aufgrund des wenig verbreiteten Internet sowieso schwierig.

Airbnb
gibt es ebenso nur wenige Angebote auf der ganzen Insel.

# Essen

Das Essen ist generell sehr billig, die Qualität jedoch nicht sehr hochwertig. Man bekommt in den Restaurants Sandwiches, Pizza, Salat und manchmal Fisch. Brot, Obst und Gemüse sind sehr schmackhaft. Obst und Gemüse werden meist von den Bauern selbst auf der Straße verkauft, kosten fast nichts und sind die qualitativ hochwertigsten Lebensmittel auf Kuba. Wir ernähren uns fast jeden Tag von frischen Mangos, Avocados, Guave und Bananen die es neben Brötchen, Eiern und Fruchtsaft zum klassischen Frühstück in einem Casa Particular für ca. 3-5€ gibt. Abendessen sollte man ebenfalls im Casa. Die Kosten sind mit ca. 8-10€ auf jeden Fall gerechtfertigt, man bekommt Portionen, die man ohnehin nicht aufessen kann und das Essen schmeckt sehr lecker und wird von den Gastgebern frisch gekocht. Beliebt zum Gericht sind Bananenchips, die bereits zu unseren Lieblingsbeilagen gehören.

Eine weitere gute Alternative, wenn man mal nicht im Casa essen möchte, sind Paladáres. Das sind privatgeführte Restaurants in denen man merkt, das mit Liebe gekocht und sich um den Gast gekümmert wird. Die Preise sind höher, dafür ebenso die Qualität. 

# Backpacker taugliches Land?

Budget: JA
Hier kann man zu zweit bereits für 35€ am Tag reisen. Zu zweit ist es günstiger, da Zimmer im Casa Particular immer pro Nacht bezahlt werden. Allein reist man mit einem Budget ab ca. 40€. Das Essen ist billig, die Casas günstig und Ausflüge gibt es ab 10€. Das teuerste sind Internet und Telefonieren (telefonieren 5-8€ international/Minute, Internet 5-6€/Stunde), aber im Urlaub ist man vielleicht auch mal froh ohne auszukommen.

Einfach: JA
Nach dem anfänglichen Kulturschock ist Kuba schon einfach zu bereisen. Man kann fast jeden Tag mit den Bussen überall hinfahren (Reservierung nicht vergessen!) und findet immer eine Schlafgelegenheit. Keine 7 spurigen Highways, keine komplizierten öffentlichen Verkehrnetze.

Essen: JA
Schaut man sich das Angebot in Casas oder Paladáres an und das frische Obst und Gemüse für nur ein paar Cent gibt es fürs Essen auf Kuba ein Glasklares JA. Wobei das Angebot in den Restaurants wirklich keine Medaille verdient.

Wasser sollte man hier am besten für mehrere Tage haben. Manchmal gibt es selten welches zu kaufen, man muss danach suchen und Geschäfte abklappern.

Kontraste: JA
So laut und chaotisch Havanna ist, so ruhig und naturbelassen unterscheidet sich Viñales von der Hauptstadt. Jede Stadt hat ihre eigenen Vorzüge, keine gleicht der anderen. Es gibt genug zu sehen und zu tun. Ob Wandern, Tauchen, Tanzen oder die Geschichte, hier ist für jeden was dabei.

Schlafen: JA
Casa Particulares gibt es immer und überall und zu sehr guten Preisen. Gemütlich, sauber, man kann Speisen dazu buchen. Wenn man am Ziel aus einem Bus aussteigt wird man ohnehin von Angeboten überflutet, Schlafplatzmangel gibt es also nicht.

Sicherheit: JA
Kuba gilt als sehr sicheres Land. Das ist es auch. Die Verbrecherquote ist unglaublich niedrig, man kann auch nachts um 3 mal vom Casa der neuen Freunde ins eigene heimgehen :).

Auf seine Sachen am Strand oder auf den Rucksack sollte man immer und natürlich überall aufpassen! D.h. man kann sich entspannen, sollte aber niemals nachlässig sein, aber dies gilt für jedes Land.

Sprache: JEIN
Ist man der spanischen Sprache mächtig, ist alles easy. Wir können uns halbwegs verständigen und die Einheimischen freut es, wenn man sie in ihrer eigenen Sprache anspricht. Viele gerade im Tourismus arbeitende Leute sprechen teils sehr gutes englisch, auch die Casa Vermieter haben einige Sätze drauf. Kann man gar kein Spanisch wird es doch schon ein wenig knifflig. Sei es auf Bahnhöfen oder in manchen Restaurants. Grundkenntnisse sollte man hier schon beherrschen, denn viele Kubaner sprechen auch gar kein Englisch.

Transport: JA
Bus, Taxi, Pferd, Fahrrad, ein fahrbarer Untersatz ist immer zu finden. Zu gutem Geld und die Fahrer sind meist auch sehr nett. Viazul ist sehr zu empfehlen, da die Busse die komfortabelsten Fortbewegungsmittel sind. 

# Gut zu wissen

 – Die Route im Vorhinein gut durchplanen, 3 Nächte pro Stadt genügen (wir sind über eine Woche in Viñales, da wir viel von der Natur sehen wollen)
– In 4 Wochen kann man die ganze Insel bereisen, inkl. Santiago de Cuba im Südosten
– Havanna kann überfordernd sein, starten sollte man hier mit einer ruhigeren Destination wie Trinidad oder Viñales. Ausser man möchte den Trubel in der Stadt erleben.
– Hauptsächlich in Casa Particulares übernachten!
– Toilettenpapier sollte immer im Rucksack sein, dies ist hier genauso rar wie Trinkwasser
– Viele Toiletten sind schmutzig, Desinfektionsspray kann helfen!
– Duschgel gibt es keines zu kaufen, Seife gibt es immer
– Zigarren nur in Shops kaufen, da die Straßenverkäufer Falschware anbieten (sprich Reste oder Bananenblätter)
– Es gibt auf Kuba 2 Arten von Währung (CUC für Touristen und CUP für Einheimische – 1 CUC = 25 CUP = 1USD) Lieber in CUC bezahlen, wir machten die Erfahrung das CUP von uns nicht angenommen wurden – für diese Währung bekommt man mehr als für die CUC, CUP sind beliebt als Trinkgeld
– Wir trafen einige Reisende, die Probleme mit dem Essen hatten, auch uns hat es mal kurz erwischt. Die Guavefrucht (wächst auf dem Baum sieht aus wie eine Limette) ist sehr gut für den Bauch und enthält viel Vitamin C (auf Empfehlung Einheimischer, hat sehr gut geholfen)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

# Fazit

Wir sind begeistert von der Vielfältigkeit Kuba´s und würden auf jeden Fall wieder kommen, da wir den Südosten leider nicht bereist haben. Das nächste Mal möchten wir etwas mehr Tagesbudget haben, da es viel mehr Tauchplätze gibt, für die das Budget diesmal nicht gereicht hat. Man kann jeden Tag einen anderen schönen Ausflug machen. Aufgrund der schlechten Straßen und komplizierten/strengen Mietwagen- Regelungen würden wir auf jeden Fall wieder im Bus reisen. Wir empfehlen diese Insel allen Kunstinteressierten, Naturliebhabern, Oldtimerfreaks und jenen die das bunte Leben kennen lernen wollen. 

Wir hoffen, ihr konntet einige Infos für euch finden, für Fragen sind wir jederzeit da und freuen uns darüber.

Alle Preise gelten als Richtwert
1 CUC = 1 USD = ca. 1,10 EUR – Stand Sommer 2015

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