USA Guide – Route, Budget & hilfreiche Tipps

Gesamtzeit: 17. Juni 2015 – 22. Juli 2015 (36 Tage)
Distanz: 2.900 Meilen – 4.667 Kilometer (Mietauto)
Staaten: New York, Kalifornien, Nevada, Arizona
Geplantes Budget: 2.600 € (pro Person)
Benötigtes Budget: 2.300 € (pro Person)

# Route

New York: 5 Nächte – Airbnb
Flug New York – San Francisco
San Francisco: 5 Nächte – Couchsurfing
Mietauto Abholung Flughafen San Francisco
Angels Camp (Yosemite Park): 3 Nächte – Motel
Las Vegas (über Deathvalley): 4 Nächte – Hotel
Williams (Grand Canyon): 3 Nächte – Motel
Phoenix (Saguaro Nationalpark): 4 Nächte – Motel
San Diego: 7 Nächte – Airbnb
Los Angeles: 4 Nächte – Airbnb + 1 Nacht am Flughafen
Mietauto Rückgabe am Flughafen L.A.

# Budget – Tagesbudget – 65€ (pro Person)  

Schlafen: (Airbnb, Couchsurfing, Motels, Hotels) – 800€
Transport: (Midsize Mietauto für 3,5 Wochen, tanken, Öffis) – 600€
Essen/Ausflüge/Luxus: (Sightseeing, Souvenirs, mal ein Steak zwischendurch) – 800€
Sonstiges:(ESTA Onlinevisum, Handy SIM Karte+ Guthaben, Behebungsgebühren,…) – 100€
Sonderausgaben (nicht im Budget berücksichtigt, weil Ausnahmefälle):
1 Tag Harley Davidson gemietet: 180€
Longboard: 120€

# Transport

New York und San Francisco waren die zwei Destinationen ohne Auto.
In New York sind wir hauptsächlich mit der Subway (U-Bahn) gefahren. 1 Fahrt kostet 2,50€ und man kann so weit fahren wie man will. Ist man einmal aus der Station raus, gilt das Ticket nicht mehr. Klar gibt es auch Tages- und Wochenkarten, für uns haben sich jedoch die Einzeltickets am meisten ausgezahlt, da wir immer weitere Strecken zu fahren hatten. So haben wir z.B. für 52(!!) Stationen und knapp 2 Stunden Fahrt nach Coney Island nur 2,50€ bezahlt.

San Francisco waren wir mit Muni (Bus & Straßenbahn) unterwegs. Hier sind die Fahrten mit 2€ etwas günstiger als in New York. Ein Ticket gilt hier 90min (in dieser Zeit kann man Aus- Ein- und Umsteigen). Jedoch sind die Entfernungen auch nicht so weit. Wir erlebten vieles zu Fuss, so benötigten wir auch hier nicht sehr viele Fahrten. Natürlich ließen wir uns eine Fahrt im Cable Car nicht entgehen.

In L.A. hatten wir nur am letzten Tag kein Auto. So nutzten wir für die Fahrt zum Flughafen das bekannte Taxiunternehmen UBER. Man installiere eine App, gibt Abholadresse und Ziel ein und sofort wird ein Fahrer in deiner Nähe ermittelt. Preis und Ankunftszeit werden angezeigt, anhand deiner Kreditkarte kannst du unkompliziert bezahlen. Uber ist wirklich günstig, sehr pünktlich und schnell. Wir warteten keine 5 Minuten bis der freundliche Fahrer vor unserer Haustür stand. Hier lohnt es sich, im Internet nach Gutscheincodes für gratis Fahrten zu Suchen, mit diesen bekamen wir die Fahrt umsonst und sparten uns 14€.

# Schlafen

Hotel
wir entschieden uns nur in Las Vegas für´s Hotel, weil es hier so unverschämt billig ist, das wir uns für 18€ die Nacht den Luxus mit Pool, moderner Dusche und Riesen Zimmer einfach leisten wollten.

Motel
(ca. 27€/p.P.) – günstig, alles da, man darf kein Hotelzimmer erwarten. Es roch meist etwas modrig, die Möbel alt und abgenutzt. Für uns reichte es aber in jedem Fall. In jedem Motel gab es Klima und die Türen waren ordentlich verschließbar. Preislich etwas höher als Airbnb.

Airbnb
(ca. 14-18€/p.P.) – eine sehr günstige und persönliche Alternative zu überteuerten Hotels. Wir hatten 3x sehr nette Airbnb Hosts und waren jedes mal zufrieden. Natürlich kann es schon mal passieren (San Diego), das man auf einer Luftmatratze schläft. Diese können aber sogar ganz gemütlich sein. Man lernt die Locals kennen und sie können dir viel Information über die Gegend und Insider Tips geben. Man kann dem System vertrauen, denn bezahlt wird über Airbnb, d.h. der Gastgeber bekommt erst den Betrag, wenn du bereits vor Ort bist und alles in Ordnung ist.

Couchsurfing
(Souvenirs, Frühstück etc. Anstatt Bezahlung) – die günstigste Lösung, weil gratis. Couchsurfing ist ähnlich wie Airbnb, nur das hier nicht bezahlt wird. Man bedankt sich mit Mitbringseln, kocht für den Host oder füllt seinen Kühlschrank auf. Es bleibt jedem selbst überlassen, wie er sich erkenntlich zeigen möchte. Wir haben z.B. immer super lecker Müsli zum Frühstück bekommen. So haben wir die liebe Katja in San Francisco mal zum Essen eingeladen und ihr Müsli und Milch gekauft. Leider sollte man hier bald genug anfragen, da die meisten nicht kurzfristig zusagen.

# Essen

Amerika ist ein Land des Fastfood. Am Anfang waren wir begeistert. Burger, Pizza und Co an jeder Ecke, so günstig, so lecker. Und rund um die Uhr. Man kann sich für ein paar Dollar in der nächsten Fastfood Kette den Bauch voll schlagen. Dafür wird es (häufig in Großstädten) schwierig, mal sowas wie Gemüse oder frischen Salat zu kaufen. In Einkaufsmärkten ist wirklich ALLES in Plastik verpackt, auch das Gemüse. Wenn man sich etwas Mühe macht und ein wenig sucht, kann man jedoch auch den ein oder anderen Bioladen finden, wo Gemüse und Obst noch frisch aufgelegt werden. Jedoch ist Salat z.B. sehr teuer – ca. 7€.

Nach der 2ten Woche hatten wir genug, also ernährten wir uns von Sandwiches, Oatmeal (Haferbrei) und Joghurt von Starbucks. Zwar ziemlich teuer, aber das Fastfood konnten wir nicht mehr runter kriegen. Klar gönnten wir uns ab und an mal einen Besuch im Restaurant, mit Backpacker Budget ist das nur leider nicht sehr oft möglich. Dafür genossen wir die Schlemmereien in den Steak- und Seafood Houses um so mehr.

# Backpacker taugliches Land?

Budget: JEIN
Da alles sehr weit auseinander liegt, lohnt es sich ein Mietauto zu nehmen. Das kostet natürlich. Und bekannter Weise sind die USA bei den eher teuren Ländern eingereiht. Backpacken ist hier möglich – jedoch nicht günstig.

Einfach: JA mit Auto – NEIN ohne Auto
Aufgrund dessen, dass die englische Sprache fast jeder beherrscht, Amerika ein sehr westliches Land ist und die Amerikaner ein hilfsbereites Volk, würden wir es für einfach bewerten, wenn man mit einem Fahrzeug unterwegs ist. Öffentliches Verkehrsnetz ausserhalb der Städte ist so gut wie nicht vorhanden, somit sollte man sich ohne fahrbaren Untersatz auf ein kleineres Gebiet konzentrieren und die Verkehrsmittel im Vorhinein abchecken.

Essen: JA
wie gesagt, Fastfood zu jeder Zeit und überall. Und zu guten Preisen, sofern man nicht das erst beste nimmt, sondern ein bisschen vergleicht. Auch gibt es überall Essensstände, ja sogar Automaten mit Essen. Bevorzugt man gesundes Essen, viel Salat etc. Muss man nach großen Einkaufsmärkten oder Bioshops suchen.

Kontraste: JA
jeder Staat ist auf eine andere Art und Weise sehenswert. Überall gibt es eigene Vorzüge, es gibt abwechslungsreiche Flora und Fauna zu entdecken. Kein Staat gleicht dem anderen, es bleibt also immer spannend.

Schlafen: JA
Es gibt überall Hotels, Hostels, Motels, Airbnb oder Couchsurfing. Man hat immer die Möglichkeit günstig zu schlafen. Kommt natürlich auch auf die Destination drauf an. San Francisco ist z.B. vergleichsweise teuer was Hotels betrifft.

Sicherheit: JEIN
In den Regionen die wir besuchten fühlten wir uns stets wohl und sicher. Amerika ist groß, es gibt sicher genügend Orte, die man meiden sollte. Generell reist man am besten, wenn man sich über seine Ziele informiert und gegebenenfalls gefährliche Zonen auslässt. Bei unserer Route braucht man sich jedenfalls nichts denken, nachts nach Hause und alles ist im Grünen Bereich.

Sprache: JA
Nach den ersten Tagen fühlten wir uns wohl, man kommt schnell wieder in die Sprache hinein und die Leute sind gut zu verstehen. Je mehr man sich unterhält, desto leichter wird es ;).

Transport: JEIN
wir hatten ein Mietauto, ohne dieses wäre diese Route wie wir sie bereisten schwer möglich. Es gibt einige wenige Greyhound Busse, jedoch ist man damit eher gebunden. Wenn man sich jedoch auf eine Stadt konzentriert und länger überall bleibt, ist Backpacking wieder einfacher.

# Gut zu wissen

– New York Pass kaufen (viele Sights für weniger Geld)
– New York Staten Island Ferry (fährt jede halbe Stunde gratis an der Freiheitsstatue vorbei)
– San Francisco Tagesticket für Öffis kaufen (15€- gilt auch für Cable Car – 5,50€ Einzelfahrt)
– San Francisco Alcatraz einige Wochen im Voraus buchen!
– Nationalpark Jahrespass kaufen (gilt für alle Nationalparks in Amerika, 73€)
– Yosemite Nationalpark genug Zeit nehmen (längere Distanzen zwischen den Sights)
– Grand Canyon – Talwanderungen mit Übernachtung im Vorhinein buchen
– Grand Canyon – Williams eine nette Westernstadt gut als Ausgangspunkt (ca. 1h entfernt) geeignet
– Las Vegas nicht am Wochenende besuchen (Preise viel höher als Wochentags)
– Las Vegas vorab Recherche sinnvoll (es gibt viele Gutscheine für essen, trinken, schlafen, spielen, Entertainment)
– San Diego genug Zeit nehmen (min. 1 Woche) um etwas in das Leben einzutauchen
– San Diego schnorcheln an der La Jolla Cove mit Seelöwen (früh morgens hinfahren, Parkplatzmangel)
– Los Angeles Gegenden checken (es gibt Viertel, die man meiden sollte)
– Los Angeles Teatro El Capitan in Hollywood besuchen (man bekommt für sein Geld eine tolle Show geboten
– Los Angeles Flughafen eignet sich zum übernachten (viele andere wartende, keine Obdachlosen, Liegemöglichkeiten, sauber)

# Fazit

Alles in allem hat uns Amerika sehr gut gefallen. Viele Kontraste, lockerer Lebensstil und sehr einfach zu bereisen, wenn auch das nächste Mal vielleicht nicht als Backpacker sondern als Urlauber. Wir werden auf jeden Fall wieder kommen, so viele Staaten sind noch offen, sowie ein Roadtrip mit dem Motorrad.

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