USA – Yosemite Nationalpark & Ein Road Trip durchs Death Valley

Klima: angenehm kühl bis hot as hell
Bären gesichtet: 0
Lektion: Laufe nicht in Flip Flops in der Wüste!

Gleich vorab: Ich werde hier nicht alle Sehenswürdigkeiten genau beschreiben,da der Blog damit leider einfach zu lang würde. Im Album unter Galerie sind dafür die meisten Sight´s dabei und benannt.

 Angel´s Camp, auch bekannt als Frogtown..

.. das war unser erstes Ziel nachdem wir unser Mietauto für die nächsten 3 Wochen in San Francisco am Flughafen abgeholt hatten. Nach einigen Stunden Highway kamen wir in dem kleinen Örtchen an. Wundersamer Weise fuhren wir an etlichen Froschfiguren, Froschplakaten, ja sogar an einem Froschmuseum vorbei bevor wir unser Motel namens „juming frog“ bezogen. Nach etwas Recherche fanden wir heraus, in Frogtown finden jedes Jahr Froschwetthüpfen statt, viele Menschen aus aller Welt kommen jeden Mai hier her um auf ihren Frosch zu setzen. Man kann sich sogar einen Frosch MIETEN um teilzunehmen. Wie schräg ist das denn?

Jedenfalls war unser Motel bis auf den modrigen Geruch ganz ok und die Klima funktionierte zu unserem Glück. Erst mal ab ins Bett und am nächsten morgen auf nach Yosemite Nationalpark…

Yosemite Nationalpark und seine wunderschöne Natur

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Nach 1 Fahrstunde kamen wir in Big Oak Flat, dem Nordwestlichen Eingang des Parks, neugierig und motiviert alles zu erkunden an. Es war eine sehr interessante Fahrt dort hin. Vorbei an endlos weiten Feldern, kleinen urigen Dörfern, Trailern und einer tollen Kulisse.

Der Park ist kontrastreich. Von grünen Wäldern, Steinwänden, hohen Bergen und Sumpfgebieten bis hin zu wunderschönen Seen und Bächen ist alles zu finden. Die Luft ist klar und frisch, das Klima angenehm kühl.

Ein Wahnsinns Fotomotiv nach dem andern bot sich für Alex, Aussichten und Weiten die man sich kaum vorstellen kann.

Nach einigen „Speeding kills bear“ Schildern hielten wir am Tunnel View, danach am Valley View. Anfangs war ich noch etwas vorsichtig, ich meine diese Schilder sind ja nicht zum Spass da nicht war? Viele Schwarzbären leben im Park, auch Berglöwen und Rentiere. Leider passieren jedes Jahr einige Autounfälle, wobei immer wieder Bären getötet werden. Darum wird auch das Tempo im gesamten Park sehr niedrig gehalten. Generell wird hier sehr viel Rücksicht auf Flora und Fauna genommen und die Ordnung von Rangers kontrolliert.

Nach einer kleinen Pause an der Swinging Bridge mit Blick auf den Yosemite Fall ging es rein ins Valley, das Tal zwischen den Giganten El Capitan, Cathedral Rock, Taft Point und Co. An den Flüssen können Schlauchboote für Wildwasserfahrten gemietet werden.

Dank einer übersehenen Kreuzung machten wir an diesem Tag den letzten Stopp im Mariposa Grove. Ein Gebiet das viele Sequoia Bäume (eine Art der Mammutbäume) beheimatet. Die Bäume sind ein absoluter Traum. Rostbraune Farbe und einer der höchsten hatte 67 Meter. Diese Bäume sind teilweise schon 3000 Jahre alt. Auf jeden Fall sehenswert.

Am zweiten Tag waren Glacier und Taft Point unsere beiden Ziele. Diese Aussichtspunkte sind etwas unterhalb des Yosemite Valleys. Am Glacierpoint fand Alex ein wunderschönes Plätzchen auf einem versteckten Fels, weitab vom Touristenwahnsinn. Nur ein kleines Eichhörnchen stattete uns einen Besuch ab und leistete uns ein wenig Gesellschaft. Mit Ausblick auf den Halfdome genossen wir den Moment. Ich hielt mit unserem Fernglas Ausschau, ob vielleicht nicht doch wo ein Teddy herum streifte. Leider nichts.

Nach ein wenig herum spazieren fuhren wir neugierig zu unserem letzten Ziel an diesem Tag.

Taft Point – WOW!

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Der Weg dort hin war nicht lang, ca. 25 Minuten durch einen Märchenwald. Hohe mit Moos bewachsene Bäume, Felsen, Hüfthohen Pflanzen. Auch vorbei an verbrannten Bäumen. Im Yosemite gibt es oft Waldbrände. Nicht gewollte und auch gewollte, von den Rangers organisierte. Diese schwarzen Stümpfe in mitten der frisch grünen Flächen ergibt ein spannendes Bild. Und da standen wir plötzlich. An der Kante des Taft Point ca. 800 Meter über dem Tal. Uns wurde gleich mal etwas mulmig, als wir runter schauten.

Noch mulmiger wurde uns, als wir einen über dem Abgrund balancierenden Slagliner sahen. Ja. Diese verrückten gibt es wirklich. Nicht nur im Film. Gebannt schauten wirklich alle anwesenden Wanderer zu und applaudierten, als der Mutige es ans andere Ende schaffte. Der Wahnsinn, das wir so etwas beobachten durften. Eine Weile saßen wir noch da und ließen die Tiefe auf uns wirken. Wenn jemand in den Yosemite Park will, UNBEDINGT Taft Point mitmachen, wir waren noch nie so sprachlos und überwältigt.

Road Trip durchs Death Valley

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Was kann man dazu sagen? Wohlverdient der Name des Ortes! Ich konnte mir zuvor nicht vorstellen das es eine natürliche Temperatur von 52 Grad wirklich gibt. Aber dazu gleich mehr. An diesem Tag waren wir 12 Stunden mit unserem Auto unterwegs. 2 Drittel davon auf den endlosen Freeways in der Wüste.

Am Abend zuvor beschlossen wir, nicht rund um den Yosemite am Highway sonder durch den Park auf der Tioga Road zu reisen. Und das war eine gute Entscheidung. Sümpfe, Seen und Rentiere gaben uns einen Einblick in die Vielfältigkeit der Tulumne Meadows bevor es ab in die Wüste ging.

Ab Lee Vining wurde es stetig heisser. Je weiter wir nach unten fuhren, desto höher stiegen die Grade. Die Landschaft wurde kahler, das saftige Grün verwandelte sich in staubiges Beige soweit das Auge reicht. Berge aus Schutt und Stein, vertrocknete Büsche neben der Strasse. Die Bärenschilder wurden durch Klapperschlangen-Schilder ersetzt. Hm, da waren die Bärenschilder wohl garnicht so schlecht. Noch einmal volltanken und rein ins heisse Nirvana.

Kilometer weit kann man fahren, immer die endlose Strasse im Blick, auf der sich die gefährlich heisse Sonne spiegelt. Halt machten wir an den Stovepipe wells. Einige Sanddünen, wie man sie eigentlich aus Afrika kennt. Und dies war der heisseste Platz mit seinen 52 Grad. Ein Schild warnte vor dem Wandern nach 10 Uhr morgens. Wandern?? Wer bitte geht hier WANDERN? Und ein Tipp, zieht euch Schuhe an! Keine Flip Flops. Ich hopste über den brennheissen Sand wie ein Hase auf der Flucht. Nach 10 Minuten war die Pause vorbei, rein ins Auto, Klima auf Anschlag… TRINKEN. Trinken ist wirklich wichtig. Genug mitnehmen, denn trotz Klima heizt sich ein Auto sogar innen total auf, Dach und Scheiben werden knallheiss. Die Geisterstadt Rhyolite war unser letzter Stopp. Eine etwas gruseligen Westernstadt, verfallen und im Nirgendwo. Menschenleer. Ein ausgebrannter alter Truck und seltsamen weisse Geisterfiguren machen die Gegend noch etwas gespenstischer. Dieses tumbled weed rollte auch an uns vorbei. Gestrüppbälle, die man aus Westernfilmen kennt 🙂

Und dann nach 9 Stunden reiner Fahrzeit und 12 Stunden Reise gesamt sahen wir endlich Las Vegas vor uns. Road Trip geschafft, ab in die Stadt des Glücksspiels.

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