San Francisco muss man zu Fuss erleben

Wie bereisten wir San Francisco?

Jeden Tag entschieden wir aufs neues,welches unsere Ziele sein werden. Und das war auch gut so. Aus Lust und Laune heraus entscheiden, wo es einen hin treibt. Auch taten wir einfach mal fast gar nichts und schlenderten den lieben lange Tag durch die Vororte unserer Couchsurfing-Bleibe. Und genau um das geht es doch auch, nicht wahr? Die unbekannten Seiten eines Landes erforschen, in die Kultur und den Alltag eintauchen.

Würden wir nur zu allen angepriesenen Touristenattraktionen laufen, hätten wir zum Beispiel nicht erfahren, das San Francisco wunderschöne und ruhige Vororte hat und es von außerhalb einen wunderbaren Blick auf San Francisco und aufs Meer gibt von einem der unendlich vielen Hügel.

Schöne Plätze und unvergessliche Augenblicke?

Ja, die haben wir gefunden und erlebt. Hier eine Auflistung von unseren Must See´s in der Stadt San Francisco

Fisherman´s Wharf – Pier 39

Dies waren unsere ersten Ziele. Piers gibt´s viele und mittendrin der Pier, an dem Robben ihr zu Hause fanden. Sie leben auf zusammen gebundenen Flößern in einem kleinen Hafen. Jedes Jahr im Sommer verlassen die Robben San Francisco um ihre Jungen auf die Welt zu bringen. Wir hatten Glück, einige waren noch da und ließen sich faul die Sonne auf den Bauch scheinen. Ist schon ein tolles Gefühl, diese Tiere nicht durch eine Glaswand oder über ein Absperrgitter zu beobachten.

Vorbei an unzähligen Souvenirshops und Touristen kamen wir zum Fisherman´s Wharf. Ein großer Platz, wo alles an Seafood und Fastfood angeboten wird. Es waren sehr viele Touris da, darum waren wir leider nicht so lange. Es ist interessant, die Menschen zu beobachten und dem Getümmel zu zusehen. Hier sind auch die meisten Künstler am Werk. Zwischendurch das Möwengeschrei lässt einen nicht vergessen, einen Blick aufs Meer hinaus zu tun.

Golden Gate Bridge – Sausalito – Fähre

Der Muni Bus brachte uns bis zum Anfang der Brücke. Von dort aus sind es 2,7 km bis ans andere Ufer, die es unbedingt wert sind, zu Fuss zu gehen. Die Höhe, die Farbe, einfach alles an der Golden Gate Bridge ist wunderschön. Man sieht beinahe über ganz San Francisco und auf der anderen Seite den Horizont. Zum runter schauen wäre schwindelfrei sein empfehlenswert. Nachts ist die Brücke geschlossen, da sich schon viele von der Brücke stürzten. Sogar ein Auffangnetz soll jetzt angebracht werden. Sausalito ist am anderen Ufer ca. 5 km von der GGB entfernt. Die meisten mieten sich ein Fahrrad und besuchen den kleinen urigen Ort. Alex und ich sind zu Fuß gegangen. Ja das war ein etwas weiter Spaziergang. Weit. Und heiß. Vor allem weit.

Aber es hat sich gelohnt. Sausalito besteht aus vielen Holzhäusern hineingebaut in die Hänge und auf Stelzen am Strand. Eine Einkaufsstraße mit vielen kleinen Läden und Cafes lädt zum bummeln ein. An der Straße in einem kleinen schönen Cafe mit viel Liebe zum Detail probierten wir den berühmte Pulled Pork Burger mit gezupftem Schweinefleisch, Coleslaw und Süßkartoffel Pommes. Ich denke der letzte Satz lässt erahnen, wie lecker das war. Zurück ging es dann für 10$ mit der Fähre bis zum Ferry Building an der Promenade San Francisco. Zu unserem Glück fuhren wir an Alcatraz vorbei. Da wir leider keine Tickets mehr ergatterten, weil alle Touren 6 Wochen im vorhinein ausgebucht waren,blieb uns dieser Ausflug leider verwehrt.

Coit Tower

Über ein paar Hügel und Treppen hinauf zum Coit Tower. Ein Aussichtspunkt, von dem aus man wunderbar zur Lombard Street und über Teile der Stadt sieht. Ein sehenswerter Platz!

Cable Car

Das sind die kleinen offenen Holzwagons, die durch die Stadt gezogen werden, durch Kabel im Boden. Leider darf man nicht, wie man sich das erhofft, auf den Wagon aufspringen hihi.. Wir fuhren nur wenige Stationen, besser wäre eine ganze Strecke zu fahren, da ein One Way Ride Sage und Schreibe 6$ kostet. Oder man nimmt sich ein Tagesticket für 17$. Also beides relativ teuer. Lustig war´s trotzdem!

Lombard Street

Die kurvenreichste Straße der Welt. Ein etwas seltsames Erlebnis. Auf dem Weg dorthin freuten wir uns und waren schon sehr gespannt, wie die Straße denn nun wirklich aussieht und wirkt. Dann kamen wir erst mal zu einem mega Stau, gut das wir wieder zu Fuß unterwegs waren 🙂 Alle warteten darauf, die Lombardstreet befahren zu können. Es staute vor der Straße und danach. Menschenmassen quetschten sich in die Auffahrten der Anrainer um die beste Position für ein Foto zu erkämpfen. Vor einer Weile war die Straße sogar schon mal zum Wohl der Anrainer gesperrt. Polizisten müssen den Verkehr regeln. Ich denke, das geht dann doch schon etwas zu weit.

Die Straße selbst sieht wunderschön aus und viele bunte Blumen schmücken sie. Aber all das Chaos drum herum für ein paar steile Kurven? Nein das war es uns dann doch nicht wert, nochmals mit dem Auto hinzufahren.

China Town

Ein eigenes kleines Land in der Stadt. Unser Couchsurfing Host Katja nahm uns mit zu ihrem Lieblingsrestaurant Golden Flower, um Phở zu kosten. Rindersuppe mit Glasnudeln und allen möglichen Beilagen. Eine typische vietnamesische Mahlzeit. Unser Phở beinhaltete Rindfleisch, Glasnudeln, Sojasprossen, viel Koriander und Rindersehnen. Ja das war unser erstes kulinarisches „Aha“ Erlebnis. Die Suppe war sehr lecker und nahrhaft. Die Sehnen ähnelten dünnen langen Tintenfischtentakeln, sie waren nur etwas schwieriger zu kauen. Dazu serviert bekommt man immer grünen Tee. Als Nachspeise gab´s Cocktail Bans. Eine Art Milchbrötchen mit einer Kokosfülle. Sehr lecker.

Nach dem Essen ging´s ein paar Runden um Chinatown. Vorbei an asiatischen Kramläden, Mini Restaurants und vielen bunten Lampions. Es kann dir passieren, dass in Chinatown auch mal kein Englisch gesprochen wird. Auch Plakate und Schilder sind oft in asiatischer Sprache. Wie gesagt, ein eigenes kleines Miniland. Unbedingt einen Besuch Wert!

Painted Ladies – Rainbow Parade

Am Weg zu dem Painted Ladies,kamen wir an einer Rainbow Parade vorbei. Die USA beschloss, dass es von nun an für alle homosexuellen Paare ein Recht auf die Ehe geben soll. Spät aber doch.. Und das wurde in vollen Zügen und aus ganzem Herzen gefeiert. Castro hieß das Viertel, in dem sogar Zebrastreifen in Regenbogenfarben gemalt sind :).

Die Painted Ladies selbst haben wir uns toller vorgestellt. Jeder Full House Fan weiß, um was es sich handelt. Der Park war leider nicht sehr gepflegt, kahle Stellen am Rasen und es stürmte was das Zeug hielt. Die Häuser selbst sind sehr schön, jedoch waren leider einige Baustellen rund herum. Vielleicht hatten wir einfach kein so gutes Timing.

 

Wir sind froh, dass wir diese tolle Stadt besucht haben. 1 Woche dauerte unser Aufenthalt und wir denken, dass man in dieser Zeit wirklich viel erleben und die Stadt auch gut kennen lernen kann. Wenn man denn genug zu Fuß unterwegs ist und auch mal hier und da vom Touristenweg abkommt.

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