New York, USA – Gefühle und Impressionen einer Megametropole

Wetter: Sicht auf klaren blauen Himmel über den Wolken aus der Delta Airline
Befinden: erschöpft aber glücklich
Fastfood: zu viel, zu lecker, zu günstig
Song: Aretha Franklin – Rolling in the deep

Wie soll man New York beschreiben, geschweige denn all die Gefühle und Eindrücke annähernd rüber bringen? Wir sitzen im Flieger hoch über den Wolken Richtung San Francisco und lassen die grosse Stadt noch auf uns wirken.

Die ersten Gefühle, als wir aus der Subway Station am One World Trade Center mitten im Getümmel Manhattan´s  neugierig die Treppe hinauf stiegen, waren Begeisterung, Verwunderung und vor allem das Gefühl von Winzigkeit. Wie kleine Kinder die den grossen bunt leuchtenden Weihnachtsbaum im Rockefeller Center bewundern, standen wir vor dem prächtigen Freedom Tower und den beiden Memorials des World Trade Centers. Es lässt einen erschaudern bei dem Gedanken, was sich 2001 hier abgespielt hat. Ein Wolkenkratzer verstellt den nächsten und immer wieder werden mitten drin neue Baustellen und Statussymbole der Stadt errichtet. 

New York ist der Facettenreichste Platz an dem wir jemals waren. Und der lauteste. Sirenen begleiten einen den ganzen Tag, gefolgt von hupenden Taxis, dem Getöse des Verkehrs und der vorbei eilenden Menschenmassen. Der Strom zieht einen mit sich und man muss sich selbst zurück ins hier und jetzt holen. Limousinen bahnen sich ihren Weg zwischen Taxi und Privatjeep, Pferdekutschen, Fahrräder und viele weitere öffentliche Verkehrsmittel queren die Avenues und Drives. Türsteher vor jedem Shop die einen willkommen heissen, Fastfood Stände von Mais bis 3000 Kcal Hotdog und hupende NYPD Beamte zieren das New Yorker Alltagsbild.

Auffallend ist, trotz der ganzen Hektik rund herum wirken die Menschen ziemlich relaxed und stressfrei. Als würden sie mit ihren Ohrstöpsel in ihrer eigenen Welt schweben und den Alltag garnicht all zu wahr nehmen. Jeder  hat entweder etwas zu knabbern oder Ipod/Iphone bei sich. Es ist unglaublich wie gross der Unterschied von Österreichern, die im Café mit Smartphone sitzen, zu New Yorkern, die wahrscheinlich nur im Schlaf ohne Social Network und Virtuelle Welt sind, doch ist.

Im U-Bahn Komplex  ist seltsamer Weise meistens nicht sehr viel Trubel, da die meisten mit Taxi fahren oder zu Fuss unterwegs sind. Dafür ist es heiss. So heiss als würde man eine Sauna betreten. Und dann, gefühlte 10 Grad eisige Klimaluft in der U-Bahn sowie in allen Restaurants, Wohnhäusern, Sightseeing´s und Shops (ja das trauen mein Hals und ich uns behaupten). Man traut sich garnicht zu erahnen was allein die künstliche Kälte (ganz sicher nicht immer notwendig) in New York an Dollars verschlingt.

Kulturell ist New York das Mekka für jeden Weltoffenen auf der Suche nach Inspiration. Von Dunkel und Hell,  Hippie und Klassisch, Lebenskünstler und Nachwuchsmodels bis hin zu den Amish People und normalen deutschen Touri´s (die deutschen Nachbarn trifft man wirklich oft und überall :)). In Manhattan und auch auf  Coney Island tummeln sich jegliche Religionen und Kulturen, die mir nur einfallen. Und das ist gigantisch. Es ist toll. Man fühlt sich wohl. Jeder ist, wie er sein möchte und niemand wird skeptisch beäugt oder belächelt. Seiner Kreativität freien Lauf zu lassen in der Selbstverwirklichung  ist hier selbstverständlich,  davon kann sich Österreich ein grossen Stück abschneiden. Auch was Hilfsbereitschaft anbelangt sind die New Yorker Vorbilder, allein als wir am ersten Abend etwas konfus auf der Strasse standen und überlegten, boten uns mehrere Leute ihre Hilfe an und fragten uns warum wir so verloren aussehen und wo wir hin möchten 🙂 (da muss wohl noch geübt werden).

New York ist auf jeden Fall ein Must See für jeden der die Welt der Moderne und der Schnelllebigkeit erkunden möchte. Jeder ist hilfsbereit und herzlich. Und trotz bestimmter Viertel, die man lieber meiden sollte, haben wir uns immer sicher gefühlt.

Nehmen wir die Lebensqualität ziehen wir  jedoch auf jeden Fall Österreich vor. Alleine wenn Alex und ich mitten in der New Yorker Innenstadt stehen vermissen wir die klare, frische Luft und das viel langsamere Flair zu Hause. Auf Dauer wäre dieser schöne Platz auch einfach zu schnell.

Aber dafür sind Alex und ich ja unterwegs. Um unter anderem unser zu Hause mit allen Seiten wieder mehr schätzen zu lernen.

 

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