Wie alles begann…

Unser jährlicher Pauschalurlaub stand an. Im Herbst 2013 sollte es die wunderschöne griechische Insel Zakynthos werden. Wir hatten uns sehr darauf gefreut, aber beschlossen, die Insel wenigstens 2 Tage auf eigene Faust zu erkunden, da uns eine Woche faulenzen, Urlaubern zu zusehen, wie sie sich über „den schlechten Service“ beschweren und uns jeden Tag mit Buffet Speisen voll stopfen definitiv zu schade war. Gesagt – Getan. Wir mieteten uns ein Quad für 2 Tage und fuhren kreuz und quer, weitab vom Tourismus, über die Insel. Es waren nur 2 kurze Tage. Diese lösten jedoch in uns ein Gefühl aus, das uns sagte, wir müssen noch viel mehr kennen lernen, erleben und erforschen. Die Menschen winkten und grüßten uns herzlich vom Strassenrand als wir durch abgelegene Dörfer fuhren. Wir kamen an den schönsten Buchten vorbei um uns im glasklaren Wasser abzukühlen. Aussichten von denen wir nicht zu träumen wagten und endlos erscheinende Serpentinen entlang des Meeres. Das alles und noch viel mehr wäre uns in der All inclusive Anlage verwehrt geblieben.

Noch lange Zeit danach schwärmten wir von diesem kurzen, aber durchaus prägenden Erlebnis. Schnell verging die Zeit, der Alltag nahm Überhand und die Gedanken ans Reisen waren beiseite geschoben…

Martina: … bis ich eines Tages mit einer Freundin in unserem Stammlokal zum Frühstücken verabredet war. Das Café war komplett voll und so setzten wir uns zu einem Bekannten der Familie. Ich wusste, er war bis vor einigen Jahren lange Zeit in Afrika, lebte und arbeitete dort. Wir kamen ins Gespräch und er erzählte uns einige Stunden lang seine Lebensgeschichte und ich hörte gebannt zu. Er lies alles zurück und brach in ein neues Leben auf. Und er schaffte es. Er hatte die glücklichste Zeit seines Lebens. Da dachte ich mir, das will ich auch! Meinen Horizont erweitern, neue Kulturen kennen lernen, RAUS IN DIE WELT und prägende Erfahrungen sammeln, Menschen treffen, die vollkommen anders sind, offener werden, an Rückschlägen wachsen und den wirklichen Wert des Lebens erfahren.

Das Problem an der Sache: dies funktioniert nicht mit 1 Woche Pauschalurlaub im Jahr. Du musst raus. So richtig. Raus aus dem Heimathafen. Leichter gesagt als getan. Ich sprach das Thema Weltreise vorsichtig an, jedoch endete dies sofort in einer Sackgasse. Wir können doch nicht einfach alles liegen und stehen lassen, Job kündigen, ausziehen aus dem tollen Haus, in das wir erst vor kurzem eingezogen sind. Wie soll das gehen? Dann haben wir nichts wenn wir nach Hause kommen und müssen bei Null beginnen. Hier ist doch alles so sicher und geregelt. Nein das ist doch unmöglich, das würde nicht funktionieren.

Wieder wurde das Thema Reisen deprimiert zur Seite geschoben.

Der Gedanke daran begleitete uns jedoch ständig. Wir wollen nicht alt sein und auf die Frage, was wir in unserem Leben erreicht haben antworten müssen, das wir immer fleissig gearbeitet und unser Geld für Eigenheim oder Auto gespart haben. Für Statussymbole, Material. Wir wollen etwas für unsere Seele tun nicht für unser Image oder unser Auftreten! Erlebnisse aus unserem Leben weiter geben.

Und so setzten wir uns 2013 um die Weihnachtszeit zusammen und redeten Klartext. Es ist ein Traum von uns beiden. Wir wollen eine Weltreise machen, erleben!

Wenn, dann jetzt! Ohne Gebundenheit! Pure Freiheit!

Ist es uns das Wert, soviel dafür zu geben? Aufzugeben? Hinter uns zulassen?

Riskieren Niederlagen einzustecken? JA! Wenn wir es nicht wagen, werden wir es unser restliches Leben bereuen und nie erfahren wie es wirklich ist, sich einen derart grossen Traum zu erfüllen.

Und so zogen wir wenige Wochen später zurück in Alex´Elternhaus und gaben unser Mietshaus auf, damit wir soviel Geld wie möglich sparen konnten. Dies war der erste grosse Schritt der Umsetzung entgegen.

Und nun, ein knappes Jahr später, sitz ich hier an diesem frostig verschneiten Wintertag mit kuscheliger Wolldecke und einer Tasse Kaffee (ja Kaffee, ich glaube ich bin der Massendroge nun auch verfallen), schreibe meine ersten Gedanken nieder über die Entscheidung, die Einsicht zur Möglichkeit, und befinde mich bereits seit einigen Monaten mitten in der Planung. Es sind nur noch einige Monate bis zum Start, diese vergehen wie im Nu und alles wird von Tag zu Tag realer. Bald werden wir unser Around the World Ticket buchen. Und irgendwann im Juli sitzen wir dann im Flieger, der uns ans erste Ziel bringen wird.

1 Jahr Weltreise. Die Entscheidung steht fest.
Raus aus der Komfortzone und rein ins Abenteuer.
Wir freuen uns wahnsinnig auf die Zukunft und auf alles was noch kommen mag.
In diesem Sinne viel Spass beim Lesen unseres zukünftigen Reiseblogs
Über Anregungen und Feedback würden wir uns sehr freuen. 🙂

Liebe Grüße,
Alexander & Martina

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